Aufgesammelt!

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Wunderknolle Ingwer

Wunderknolle Ingwer

Ingwer gehört zu den gesündesten Lebensmitteln der Welt.

In Indien, Südost-Asien, Westafrika und in der Karibik nutzt man die gesunde Kraft des Ingwers seit mehr als 3000 Jahren. In China wird Ingwer innerhalb der Traditionellen Chinesischen Medizin angewandt und auch bei uns immer beliebter.

Optimaler Muntermacher und mobilisiert das Immunsystem

Ingwer macht munter. Ein paar Ingwerscheiben mit kochendem Wasser übergießen, etwas ziehen lassen, und fertig ist das Getränk – ein optimaler Muntermacher. Pur ein Genuss. Wer mag, süßt noch mit etwas Honig. Ingwer bringt den Kreislauf in Schwung und aktiviert den Stoffwechsel. Bei der Umstellung von Winter auf Sommerzeit und umgekehrt stimulieren Antioxidantien das Immunsystem. Wohltuend lassen sich damit die lästige, allseits bekannte Frühjahrsmüdigkeit vertreiben und in der Erkältungszeit die Abwehrkräfte mobilisieren.

Ingwer zu essen ist ein bewährtes Mittel in der kälteren Jahreszeit. Die Schärfe des Ingwers bewirkt eine bessere Durchblutung der Nasenschleimhäute und aktiviert die körpereigene Wärmeregulation. Die laufende Nase und die Erwärmung des ganzen Körpers sorgen dafür, dass Krankheitskeime somit schneller abtransportiert werden. Das hilft, einer Erkältung vorzubeugen. Ingwer ist reich an ätherischen Ölen und verfügt über keimtötende Inhaltsstoffe. Trinkt man Ingwer als Tee – Stückchen in kochendes Wasser oder in einen Teebeutel – so spürt man eine wohlige Wärme und beugt gegen Erkältungskrankheiten vor.

Heilpflanze Ingwer

Seit 1988 ist Ingwer in Deutschland als Heilpflanze anerkannt, insgesamt werden ihm 22 pharmakologische Eigenschaften attestiert. Seit 1997 wurde Ingwer in das Deutsche Arzneibuch aufgenommen und positiv hilfreich bewertet für Verdauungsbeschwerden und die Verhinderung von Reisekrankheiten.

Auch bei Verdauungsproblemen und Übelkeit schwören viele auf die scharfe Knolle Ingwer wirkt auch aufgrund seiner ätherischen Öle und Bitterstoffe, der Gingerole, verdauungsanregend. Diese wirken krampflösend und absorbieren Säuren, was gut ist gegen Übelkeit. Durch seinen Verzehr werden reichlich Verdauungssäfte gebildet, schwere Mahlzeiten besser verdaut. Er regt die Gallensaftproduktion an, erleichtert so die Fettverdauung. Ingwer wirkt nachweislich gegen Übelkeit, Blähungen und Krämpfe im Darmbereich. Ingwer wird daher häufig gegen Reisekrankheit eingenommen, ohne lästige Nebenwirkungen wie Sehstörungen oder starke Müdigkeit. Generell sollte bei akutem Brechreiz oder Reisekrankheit direkt ein Stück geschälter Ingwer gekaut werden. Süß kandierte Ingwerwürfel wirken ebenfalls. Die Kräfte dieser Wunderknolle dürfen allerdings nicht überschätzt werden. Selbst wenn Ingwer den Stoffwechsel anregen kann, bleibt fraglich, ob das Gewürz zum Beispiel beim Abnehmen hilft. Er soll sich wohltuend auf Rheuma und Muskelschmerzen auswirken. Auch eine Wirkung als Aphrodisiakum wird ihm nachgesagt. Das kann zumindest jeder selbst testen.

Einkauf & Lagerung

Am besten frische Bio-Knollen kaufen. Sie müssen prall, die Haut glatt sein, sich fest anfühlen. Schrumpeliges Aussehen von Ingwer heißt, dass die Knolle bereits von innen vertrocknet. Ingwer hält sich einige Zeit, auch bei Zimmertemperatur, dabei nicht zu hell lagern. Die Knollen in eine luftige Tüte packen oder in Küchenkrepp. Auch im Gemüsefach des Kühlschrankes hält sich frischer, ungeschälter Ingwer gut vier Wochen, in Küchenpapier gewickelt in einem luftdicht abgeschlossenen Behälter. Aufpassen, dass sich keine Feuchtigkeit in dem Behälter niederschlägt, wodurch sich Schimmel bilden kann.

Ingwer lässt sich auch einfrieren. Einfach in dicke oder dünne Scheiben oder handliche Stücke schneiden und in kleineren Portionsbehältern einfrieren. Er lässt sich bei Bedarf gut verarbeiten. Die Schale kann beim Bio-Ingwer dran bleiben, weil da wertvolle Inhaltsstoffe enthalten sind. Allerdings vor dem Einfrieren und auch bei frischer Verwertung gut abwaschen und vorsichtig abkratzen, was stört.

Ingwer ist eine Bereicherung für die Küche. Ob es um Gemüse, Fleisch- oder Fischgerichte, Suppen und asiatische Speisen geht, fügen Sie frischen Ingwer bei. Selbst wenn Sie Nudeln kochen, machen ein paar Scheibchen Ingwer im Kochwasser die Nudeln bekömmlicher. Die Schärfe des Ingwers kommt vom Hauptinhaltsstoff Gingerol. Als es im Mittelalter wenig Pfeffer in Europa gab, verwendete man stattdessen Ingwer. Auch in der Gewürzmischung Curry ist Ingwer enthalten. Verwendet wird Ingwer zusammen mit Obst, Süßwaren, Fisch und Fleisch, in Kompott, Ragout, Schokolade, Saucen, Konfitüren, Teemischungen, Likören oder zum Kandieren und Marinieren.

Sie können die positive Wirkung sogar vervielfachen, indem Sie Ingwer mit Knoblauch kombinieren. So erhöht sich die medizinische Wirkung beider Gewürze um 50 Prozent, zudem beseitigt Ingwer den unangenehmen Knoblauchgeruch.

Vorschlag für eine lecker süße und würzige Knabberei

Schälen und schneiden Sie Ingwer in Scheiben. Mit 200 ml Wasser und 200 g Zucker in einen Topf geben, kurz aufkochen, abkühlen lassen. Über Nacht in den Kühlschrank stellen. Danach im Sieb abtropfen und in Zucker rollen. Dieser kandierte Ingwer schmeckt zum Tee als Knabberei oder auch darin aufgelöst. Als Backzutat zerkleinert übrigens auch eine köstliche Idee.

Botanisch

Der Ingwer (Zingiber officinale), im Volksmund auch Ingber, Imber, Immerwurzel, Ingwerwurzel genannt, ist eine Pflanzenart aus der Familie der Ingwergewächse (Zingiberaceae).

Durchschnittliche Werte pro 100 g Ingwer:

  • Brennwert kcal 61
  • Brennwert kj 256
  • Eiweiß g 2.5
  • Fett g 0.8
  • Kohlenhydrate g 11
  • Wasser g 81
  • Natrium mg 34
  • Kalium mg 910
  • Kalzium mg 97
  • Phosphor mg 140
  • Magnesium mg 130
  • Eisen mg 17