Aufgesammelt!

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Wissenswertes über die „Echte Feige“ (Ficus carica)

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Die Echte Feige (Ficus carica) gehört zur Familie der Maulbeerengewächse (Moraceae). Die Heimat des Feigenbaums, der zu den Maulbeergewächsen zählt, wird in Vorderasien vermutet. Sicher ist, dass er eine der ältesten Nutzpflanzen der Welt ist.

Antike & Feige

In der Antike galt die Feige als wichtiges Grundnahrungsmittel. Und auch heute spielen die Früchte, vor allem im Mittelmeerraum, eine große Rolle auf dem Speiseplan. Hauptanbaugebiete sind Spanien, Algerien, die Türkei, Griechenland, Italien und Portugal. Die amerikanische Sorte Calymirna stammt in der Regel aus Kalifornien. Seine Blüten sieht man kaum, doch die kleinen Feigenwespen, die die einzigen Befruchter sind, finden die Blüten und befruchten sie auf komplizierte Weise. Der Baum wächst bis zu unglaublichen 10 Metern hoch.

Bekam man früher hauptsächlich getrocknete Feigen zu kaufen, so sind diese nun fast ganzjährig erhältlich. Seine Hauptsaison ist allerdings von Sommer bis in den Herbst. In dieser Zeit schmecken die meist tiefvioletten Früchte, die vorrangig bei uns erhältlich sind, eindeutig am besten. In den Wintermonaten handelt es sich um Importware aus Brasilien, Kalifornien oder Australien. Achten Sie beim Kauf frischer Feigen auf die richtige Konsistenz! Reife Früchte sind weich, dürfen aber nicht matschig sein. Unreife Exemplare sind noch sehr hart. Frische Feigen sind sehr druckempfindlich, werden daher gerne in Seidenpapier gehüllt.

Genusserlebnis

Schon pur ist die Feige ein Genuss – komplett einfach als Snack zu verzehren. Die sortenabhängig vielen oder nur wenigen kleinen Kerne sind in jedem Fall essbar. Wenn Sie lieber auf die Schale verzichten möchten, löffeln Sie die Feige aus. Auch zu Salaten, als Nachspeise oder gegrillt, in Kombination mit etwas Schafskäse, schmeckt die Frucht außerordentlich lecker. Deftige Hauptgerichte vertragen sich durchaus mit ihr. In kräftigen Portweinsaucen zum Beispiel ist sie ein idealer Begleiter zu Fleisch. Frische Desserts werden mit ihr veredelt. Verwöhnen Sie Ihren Gaumen, indem Sie Feige mit weiteren Leckereien wie Honig, Joghurt und Nüssen kombinieren. Ausgesprochen schmackhaft ist die Zubereitung als Feigentarte oder als Kompott. Und einfach köstlich schmeckt Feigen-Sirup. Getrocknete Feigen werden sehr häufig zum Backen verwendet und verfeinern so zum Beispiel Früchtebrot.

Empfehlung:

Probieren Sie doch einmal die Delikatesse aus frischen Feigen und aromatisch-fruchtigen Tomaten, in mundgerechte Scheiben geschnitten, mit stückchenweise Ziegenfrischkäse, einem Hauch von Parmaschinken, dazu Olivenöl und Balsamico, abgeschmeckt mit Salz und schwarzem Pfeffer aus der Mühle, darüber vielleicht noch ein paar Blättchen
Parmesan gehobelt… Hmmm!

feigen-mit-schafskaeseFrisch und getrocknet ein Genuss

Als frisch gekaufte Feigen sind die Früchte nur wenige Tage im Kühlschrank haltbar. Feigen werden meist schon reif gepflückt, weil sie kaum bis gar nicht nachreifen. Also nach dem Einkauf möglichst rasch verzehren! Früchte, die länger haltbar sind, wurden meist unnötig behandelt. Als Alternative zu den frischen Feigen kann man die getrockneten Früchte genießen. Sie geben 6 mal mehr Energie ab als frische Feigen, weil sie kaum noch Wasser enthalten. Die Vitamine A und B erhöhen sich um das dreifache, und sie schmecken aufgrund des höheren Fruchtzuckergehalts noch süßer als die Frischen – eine gesunde Alternative zu Schokolade, Bonbons und Co. Vorsicht ist jedoch beim Kauf von getrockneten Feigen geboten. Leider werden sie recht häufig chemisch behandelt wie z.B. geschwefelt. Daher empfiehlt es sich, beim Kauf auf unbehandelte Früchte zu achten.

Kalorienarm und äußerst gesund

Im Gegensatz zur getrockneten Schwester ist die Feige im frischen Zustand mit knappen 10 kcal sehr kalorienarm. Das sind also pro 100 g nur 62 kcal, während das leckere Zuckerstück immerhin knappe 274 kcal pro 100 g mit sich bringt. Mit jeder Menge Ballaststoffen und einem hohen Fruchtzuckeranteil wird mild die Verdauung aktiviert. Schon 2 – 3 frische Früchte sind ein sehr natürlich und wohlschmeckendes Abführmittel. Da die getrockneten Früchte mehr Fruchtzucker enthalten, regen sie die Verdauung noch stärker an. Um gegebenenfalls. eine gewünschte Wirkung zu erzielen, sollten Sie zusätzlich auch verstärkt Flüssigkeit zu sich nehmen. Auch Hustenbeschwerden soll die Feige lindern. Wird sie getrockneter Hustenteemischung beigefügt, wird der Tee dadurch leicht gesüßt, und Sie ersparen sich die Zugabe von Zucker.

Energiespender

Relativ hoher Magnesiumgehalt wirkt stressabbauend und belebt den Kreislauf. Zudem hilft die Feige bei Müdigkeit und Antriebsschwäche und stärkt die Konzentration. Daher ist sie ideal im Büro als Snack oder für Kinder beim Lernen zwischendurch. Auf bis zu 75 mg dieses muskel- und nervenstärkenden Mineralstoffs bringt es diese süße Leckerei. Getrocknete Feigen sind darum nicht zuletzt eine wichtige Magnesiumquelle für Vegetarier und Veganer!

Weitere Inhaltsstoffe sind Provitamin A, Vitamin B1, Vitamin B2, Niacin, Biotin, Kalzium, Kalium, Phosphor, Eisen, Zink, eiweißspaltende Enzyme.

Zahlreiche herrlich-köstliche Rezeptideen rund um die Feige finden Sie hier!

Immer eine gute Wahl und eine entspannte Gesundheit wünscht Ihnen Ihre kupsch-Redaktion.