Aufgesammelt!

Aufgesammelt!

Topinambur – die Kartoffel der Indianer

topinambur

Topinambur ist eine bis zu zwei Meter hohe Staude aus der Familie der Korbblüter.

Der botanische Name Helianthus tuberosus verrät die Verwandtschaft mit der Sonnenblume, obwohl Topinambur äußerlich und in ihrer Verwendung eher der Kartoffel gleicht. Ähneln tun beide sich auch in ihren Ansprüchen an die Anbauverhältnisse, wo die süße Knolle – ähnlich genügsam wie die Kartoffel – auf kargem Boden großflächig angebaut wird. Sie bildet unterirdisch kartoffelgroße Knollen mit einer bräunlich-violetten Schale und cremefarbenem Fleisch, die optisch an Ingwer erinnern. Das Wurzelgemüse ist nach einem indigenen Volk Nordamerikas benannt. Im 17. Jahrhundert kam die Knolle mit den Seefahrern nach Europa und wurde als Gemüse und Viehfutter verwendet, bis die Kartoffel sie verdrängte.
Topinambur ist in Bio-Qualität in gut sortierten Supermärkten, Bioläden und auf dem Wochenmarkt erhältlich, lässt sich aber auch problemlos im eigenen Garten anbauen.

Genuss & Vielfalt

Die edle Knolle hat ein angenehm nussiges Aroma, besonders gekocht oder gedämpft. Roh ähnelt der Geschmack dem der Artischocke. Topinambur kann auf vielfältige Weise zubereitet werden, schmeckt roh und geraspelt in einem Salat mit Fenchel und grünem Apfel, gekocht als Topinambur-Suppe oder – wie Kartoffeln – als Beilage zu Fisch oder Fleisch. Genießen Sie Topinambur roh und ungeschält, gebraten, gedünstet, gratiniert, puriert oder frittiert. Sie können sogar Chips daraus machen. Mit einem Schuss Zitronensaft wird das Wurzelgemüse an der Luft nicht braun. Erst durch das Garen entsteht der fein-süßliche Geschmack, der in Suppen, Soßen und Pürees besonders gut zur Geltung kommt. Für eine köstliche Suppe werden die Knollen mit Knoblauch und Schalotten angeschwitzt, mit Weißwein abgelöscht und Gemüsefond aufgefüllt. Die Wurzeln vorsichtig weich garen, Sahne zugeben, fein pürieren und mit Koriandersamen würzen. Die Topinambur lässt sich auch gut im Wok anbraten. Vor der Zubereitung muss die Knolle sorgfältig unter fließendem Wasser gereinigt und mit einer Gemüsebürste von Erde befreit werden. Die Schale ist essbar, wird aber häufig entfernt.

Kauf & Lagerung

Die Topinambur-Knolle ist auch unter Namen wie Erdapfel, Erdbirne (vor allem in Badewn-Württemberg), Erdartischocke, Rosskartoffel (weil sie früher an Pferde verfüttert wurde), Erdtrüffel, Erdsonnenblume, Schnapskartoffel, Indianerknolle, Zuckerkartoffel oder auch Jerusalem-Artischocke bekannt. Die Knolle ähnelt zwar optisch einer Kartoffel, ist jedoch längst nicht so lange haltbar. Nur feste Knollen mit einer unversehrten, glänzenden Schale gehören in den Einkaufskorb. Da sie leicht verderblich sind, sollten sie rasch verarbeitet werden. Im Kühlschrank halten sie sich nur wenige Tage.

Gesunde Knolle

Topinambur ist nicht nur schmackhaft, sondern auch sehr gesund. Sie besteht zu 80 Prozent aus Wasser und enthält daher nur 31 kcal pro 100 g. Dennoch ist sie durch den hohen Ballaststoffgehalt (12 g) sehr sättigend. Der enthaltene Ballaststoff Inulin ist für Diabetiker gut geeignet, da er sich kaum auf den Blutzuckerspiegel auswirkt.Topinambur enthält im Gegensatz zu Kartoffeln keine Stärke sondern Inulin. Inulin ist ein präbiotischer löslicher Ballaststoff, den Zuckerkranke gut vertragen. Nicht ohne Grund wird Topinambur daher auch als Kartoffel der Diabetiker bezeichnet.
Weitere positive Inhaltsstoffe sind B-Vitamine sowie Mineralstoffe wie Kalium (480 mg) und Eisen (3,7 mg). Die Knollen sind kalorienarm und gleichzeitig sehr sättigend. In der Naturheilkunde wird Topinambur durch ihre ernährungsphysiologischen Eigenschaften geschätzt. Insbesondere das in der Knolle enthaltene Inulin spielt bei der Behandlung von Übergewicht eine bedeutende Rolle. Topinambur kann beim Abnehmen behilflich sein, indem sie den Heißhunger auf Süßes nimmt.

Hier haben wir für Sie ein Rezept Rote-Bete-Topinambur-Suppe für Sie.