Aufgesammelt!

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Tipps & Tricks zu Pizza

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Liebling Pizza!

Die Pizza hat bei uns Einzug gehalten und gehört zu den Favoriten eines pfiffigen, fantasievollen, köstlichen Genusses. Zum einen gibt es Pizza mittlerweile im Handel in unzähligen Varianten fertig zu kaufen, für Eilige einfach ideal. Doch diese Köstlichkeit selber zuzubereiten, ist natürlich ein Erlebnis, das sich jeder Pizzafan gerne gönnen möchte.

Aber immer wieder tauchen bei der Zubereitung am heimischen Herd Fragen auf, blickt man auf die scheinbar mühelos hingezauberten Ergebnisse virtuoser Pizzabäcker. Auch wenn uns zu Hause kein Pizzabackofen zur Verfügung steht, können wir mit Hilfe unseres Backofens, erschwinglicher Zutaten und einiger Tipps den Pizzabäckern doch ein leckeres Stückchen Konkurrenz machen.

Die Kunst, einen Pizzateig herzustellen

Ein ganz einfaches und leicht zu bereitendes Grundrezept für einen Pizzateig sind folgende Zutaten, die so gut wie jeder vorrätig hat:

500 Gramm Mehl,
250 Milliliter Wasser,
10 Gramm Hefe (oder 1 Päckchen Trockenhefe),
1 Prise Salz

  • Das Mehl in eine große Schüssel geben, in der Mitte eine kleine Vertiefung machen, da hinein die Hefe bröseln bzw. die Trockenhefe geben.
  • Von dem Wasser, welches am besten lauwarm sein sollte, etwas in die Hefe-Mehl-Zone schütten, vorsichtig mit etwas Mehl verrühren, kurz gehen lassen.
  • Anschließend das gesamte restliche Wasser in die Schüssel gießen. Die Prise Salz beimischen.
  • Dann den Teig gut kneten, so lange, bis aus den Zutaten ein glatter Teig entstanden ist. Je nach Bedarf etwas Wasser oder Mehl dazugeben. Ein Mixer mit Knethaken leistet bei dieser Arbeit gute Dienste.
  • Anschließend den Teig in einer geschlossenen Kühlbox (damit die Aussenschicht geschmeidig bleibt!) wenigstens zwei Stunden im Kühlschrank ruhen lassen. Ideal sollen sogar mindestens 24 Stunden Ruhezeit sein. Der Teig geht während dieser Zeit im Kühlschrank auf. In dieser Ruhezeit kann die Hefe gären, was dem Teig einen ganz leicht säuerlichen Geruch und Geschmack gibt. Nach dem Backen führt dies zu dem typischen Pizzageschmack, den wir aus italienischen Restaurants kennen, aber nur selten bei selbst gemachten Pizzen.
  • Nach Ablauf der gewünschten Ruhezeit den Pizzateig auf großzügig bemehlter Fläche erneut durchkneten und zu einem schön runden Teigball formen. Nun den Pizzateig mit den Händen von innen nach außen drücken, so dass ein Rand entsteht. Der Rand wird auf diese Weise sehr stark aufgehen und extrem luftig schmecken. Wer den dicken Rand nicht will, drückt den Rand ebenfalls flach und belegt die Pizza später bis weit an den Rand. Wer den Boden besonders gut dünn ausrollen möchte, sollte noch etwas Mehl verwenden. Es verhindert, dass der Pizzateig kleben bleibt, und dann reißt.
  • Den Teig auf ein Blech geben, welches mit Backpapier ausgelegt oder Mehl bestäubt ist. Klassisch wird das Blech mit gutem Olivenöl eingerieben, sodass der Boden nicht an dem Blech kleben bleiben kann. Zudem nimmt er so auch noch den feinen Geschmack des Ölivenöls auf.

Knuspereffekt

Sehr zu empfehlen ist, in den Pizzaboden Löcher zu stechen. Mit einer Gabel also über das gesamte Blech, in Abständen von etwa 5 cm immer wieder einstechen. Der Boden wird so etwas luftiger. Die Folge ist, dass der Boden insgesamt knusprig erscheint.

tomatensosse-und-kaese-auf-pizzateig-gebenBelag

Als Nächstes folgt die Tomatensauce, auch Pizzaiola genannt – eine Kreation aus frischen Fleischtomaten oder Tomaten aus der Dose und Kräuter, wie Basilikum, Oregano, Majoran. Ein besonders intensives Aroma erreicht man, wenn die Sauce separat erhitzt wird. Wer es scharf mag, gibt noch ein wenig Chili in die Sauce. Auch ein Schuss Wein und eine Prise Zucker runden den Geschmack ab. Dann kommt Käse auf die Pizza.

Jetzt wird die Pizza ganz nach Gusto belegt. Haben Sie Appetit auf Pizza Funghi, Pizza Hawaii, Pizza Napoli, Pizza Margherita, Pizza Salami, Funghi, Prosciutto, Tonno, Pizza quattro stagioni, Pizza Diavolo, Pizza quattro formaggi, Pizza frutti di mare oder Pizza Calzone? Oder steht Ihnen der Sinn nach einem Arrangement von Feigen und Schinken, Rucola und Ziegenkäse oder vielleicht Lauch und Lachs? Italienische Pizza sollte allerdings nicht allzu dick belegt werden.

pizzateig-belegenHeiße Backkunst

In Haushaltsbacköfen sind meist nur Temperaturen bis 250 °C möglich, wodurch sich die Backzeit verlängert. Der Ofen sollte schon rechtzeitig vorgeheizt werden – so heiß wie möglich! Dementsprechend kurz ist dann die Backzeit: Bei 250 Grad reichen meist 15 Minuten Ofenzeit aus.
Ein gutes Ergebnis lässt sich auch erzielen, wenn die Pizza 5 – 10 Minuten länger im Ofen bleibt. Damit die Pizza nicht hart wird oder verbrennt, muss die Backtemperatur um etwas 20 – 50° reduziert werden.

Tipps & Variationen

Außer dem traditionellen einfachen Hefeteig, ist auch Quark-Öl-Teig ohne Hefe beliebt und besonders einfach herzustellen. Achten Sie auf den Mehltyp – je feiner das Mehl, desto feiner der Teig. Auch beim Pizzateig sind die Geschmäcker verschieden: Der eine mag ihn hauchdünn und knusprig, der andere lieber etwas dicker nach amerikanischer Art.

pizza-im-ofen

So oder so sollte man den Teig recht lange kneten, bis er elastisch und gleichmäßig ist. Hefeteig sollte lange genug ruhen können. Pizza selber machen hat den großen Vorteil, dass auch individuelle Wünsche berücksichtigt werden können. Wer Kalorien sparen möchte, macht Pizza ohne Käse. Auch Vegetarier, Veganer oder Pizzaliebhaber, die allergisch auf bestimmte Lebensmittel sind, haben die Wahl. Wer Zeit sparen will, kann den Pizzateig auch am Vortag vorbereiten – und wenn man mal zu viel Teig hat, kann man den Pizzateig auch problemlos einfrieren. Durch die Verwendung eines vorgeheizten, meist aus Schamotte bestehenden Pizzasteins anstelle eines Backblechs lassen sich gute Resultate erzielen.

Wie wäre es mit einem schönen Familien-Pizza-Nachmittag mit den Kindern zuhause ? lecker und abwechslungsreich zugleich! Ihre kupsch-Redaktion wünscht viel Spaß und guten Appetit!