Aufgesammelt!

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Start in die Federweißer-Saison

federweisser-saison

Alle Jahre wieder …

Mit der Ernte der ersten Trauben beginnt die Saison für den köstlichen Federweißer. Den Auftakt macht bei uns Italien. Federweißer befindet sich stets im Gärprozess: Durch die Hefeteilchen wird der Zucker der Trauben in Alkohol und Kohlensäure aufgespaltet. So entsteht ein süß-fruchtiger, alkoholhaltiger, prickelnder Traubensaft, der ab einem Alkoholgehalt von ca. 4 % als Federweißer im Handel angeboten wird.

Je jünger ein Federweißer, desto süßer ist er. Charakteristisch ist die trübe Färbung: Das sind milchige Hefeteilchen, die sich in jedem neuen Wein befinden. Und diese tänzelnden, federweißen Schwebeteilchen geben dem Federweißen auch seinen Namen. Federweißer ist in Deutschland sehr populär, genauso wie in Österreich, der Schweiz und Italien. Je nach Region wird er auch als Sauser oder Suser (Schweiz und Südwest-deutschland), als Sturm (Österreich), als Bremser (Franken), als Rauscher, Brauser, Bitzler (Pfalz) bezeichnet. Es gibt auch den “Roten Rauscher”, einen Federweißen aus dunklen Trauben. Der ist in Deutschland selten, da diese Trauben bevorzugt zu hochwertigen Weinen verarbeitet werden. Anders in Italien: Dort sind die Trauben früher reif und so werden die ersten Beeren zu “Rotem Rauscher” gepresst. Als „Roten Sauser“, „Federweißer Rosé“ und „Federweißer“ aus Italien bieten wir Ihnen diese Spezialitäten schon jetzt in unserem kupsch-Markt an. Deutschen Federweißen erhalten Sie dann in Ihrer kupsch-Filiale im Spätsommer.

Perfekter Begleiter zu Zwiebelblootz & Co.

Federweißer wird traditionell zu herzhaften regionalen Spezialitäten wie etwa Zwiebelkuchen gereicht. Ein Rezept für den leckeren fränkischen Zwiebelblootz finden sie hier in unserer Rezeptsammlung. Natürlich passen dazu auch andere deftige Gemüsekuchen und Quiches, ebenso eine herzhafte Brotzeit als geschmackliche Ergänzung zu der prickelnden Süße des Getränks. Probieren Sie zum Federweißen geröstete Maronen – einfach delikat! Da Federweißer nicht aufhört zu gären und bei diesem Prozess Gase entstehen, darf die Flasche nicht luftdicht verschlossen werden, sonst könnte sie platzen. Daraus ergibt sich auch, dass Federweißer aufrecht gelagert werden muss.

Lagerung

Die Lagerung an einem kühlen Ort ist angebracht, denn das verzögert den Reifeprozess des Federweißen. Ein warmer Platz beschleunigt die Gärung. Der Genießer des Federweißen kann den Geschmack des Rebensafts also mitbestimmen: Ist Federweißer zu Beginn zu süß, lässt man ihn einige Stunden im warmen Zimmer stehen. Zucker und Hefe gären weiter, die Süße schwindet. Hier ist etwas Fingerspitzengefühl erforderlich: Süße, Fruchtsäure und Alkoholgehalt des Federweißen müssen im richtigen Verhältnis sein – zu schnell schmeckt er sauer und ist dann ungenießbar. Einmal geöffnet, hält sich Federweißer einige Tage im Kühlschrank. Wie bei jedem kohlensäurehaltigen Getränk ist schnell seine Spritzigkeit dahin. Federweißer ist aufgrund seines relativ hohen Gehalts an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen ein sehr gesundes Getränk. Zudem hat er eine entschlackende Wirkung. Dass man ihn wegen seiner berauschenden Wirkung nur in Maßen zu sich nehmen sollte, vergisst man nur allzu gerne. Gerade seine Süße kann leicht dazu verleiten, ein paar Tropfen zu viel davon zu trinken.

Wir wünschen Ihnen „ungetrübten Genuss“!