Aufgesammelt!

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Raclette – ein Stück Genusskultur

raclette

Raclette passt immer und überall – zu jeder Jahreszeit. Das gemeinsame Raclette-Erlebnis mit Freunden verbindet. Raclette lässt sich stets neu variieren und einfach und schnell zubereiten. Die wichtigste Raclette-Zutat ist natürlich der Käse. Er muss also gut schmelzen und das richtige Aroma haben. Ganz nach Gusto kann das mal eine mildere Sorte und mal eine kräftigere Sorte sein.

Ganz klassisch verwendet man für Raclette den Raclette-Käse. Der Schweizer Käse schmilzt besonders gut und ist herzhaft im Geschmack. Seinen Namen hat er vom französischen „racler“ für schaben. Und das Beste: Raclette wird nie langweilig! Es gibt unzählige Varianten für den Genuss aus den kleinen Pfännchen. Lassen Sie Ihrer Kreativität freien Lauf!

raclette-pfaennchen

Der klassische Genuss

Pro Person rechnet man rund 200 bis 250g Käse und 200g Kartoffeln. Die gewaschenen Kartoffeln mit der Schale in einen großen Topf mit Wasser geben und bei mittlerer Hitze in etwa 20 Minuten gar kochen. Einen Korb mit einem Tuch oder einer Serviette auslegen und die heißen Kartoffeln darin eingewickelt zum Servieren warmhalten. Raclette-Käse von der Rinde befreien, in pfännchengerechte Portionen schneiden, in die Raclettepfännchen geben. Eventuell schon mit etwas Paprika oder Pfeffer bestreuen. Den Käse im heißen Gerät schmelzen, aber nicht braun werden lassen. Das dauert maximal 3 Minuten.

Den Käse mit einem kleinen Holzspatel aus dem Pfännchen auf den Teller schaben und mit Kartoffeln, Perlzwiebeln, Essiggurken oder Mixed Pickles essen. Pfeffermühle, Gewürze und Beilagen auf den Tisch stellen – einfach lecker!

Beilagen

Außer den klassischen Beilagen, leichte gemischte Salate oder Gemüse wie Frühlingszwiebeln, Tomaten, Lauch, Zucchini, Spinat, Champignons und andere Pilze der Saison. Peperoncini, Oliven, Senffrüchte von delikater Schärfe passen perfekt zur Käsespezialität. Oder wie wär’s mit frischen Früchten, Nüssen. Ebenfalls köstlich zum Raclette in Kombination mit anderen Zutaten sind Brot, Fleisch und Fischfilet, ebenso Salami. Lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf! Auch ein paar Dressings/Saucen und Dips sind ideal dazu. Einige Vorschläge finden Sie in unserer Rezeptsammlung.

Vorspeisen & Dessert

Ein Extra-Schmaus für alle Gaumen: Servieren Sie auf ein paar knackig-frischen Salatblättern etwas Lachs mit Meerrettichschaum oder Honig-Senf-Sauce als kleine Vorspeise. Setzen Sie den perfekten Schlusspunkt mit einem frischen Fruchtsalat oder einem feinen Fruchtsorbet.

Zubereitung / Technik

Ganz einfach geht’s im Raclette-Tischgrill mit antihaftbeschichteten Pfännchen. Eine andere Möglichkeit ist der Back-/Mikrowellenofen, in feuerfesten Förmchen

Sehr gastgeberfreundlich!

Es fällt kaum zeitraubende Küchenarbeit an. Die wenigen Vorbereitungen lassen sich vorher erledigen, und Sie können sich ganz Ihren Gästen widmen.

Resteverwertung zum Genießen

Übrig gebliebener Raclette-Käse eignet sich bestens für Toasts, Sandwiches, Brot- und Kartoffelaufläufe, Käsesaucen usw.

Alternative Raclette-Genuss-Spezialitäten zum Dahinschmelzen

Büffelmilch-/Mozarella, Bergkäse u.a. Emmentaler, Appenzeller, Butterkäse, Camembert, Cheddar, Gorgonzola und Roquefort. alle Sorten Gouda, junger und mittelalter Pecorino, Schweizer Käse.

Legende

Wie Schriften aus den Schweizer Klöstern von Ob- und Nidwalden verlauten lassen, soll Wilhelm Tell bereits 1291 Raclette-Käse unter dem damaligen Namen °Bratchäs° genossen haben. Dabei wurde der Raclette-Käse an einem offenen Feuer geschmolzen. Die weich gewordene Masse wurde so nach und nach auf einen Teller geschabt. Über Jahrhunderte hat sich dieser Genusskäse zu einem köstlichen Stück Genusskultur entwickelt.