Aufgesammelt!

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Karotte – Topstar unter den Gemüsesorten

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In aller Munde…

Die Karotte (lat. Daucus carota), Möhre (aus dem Urgermanischen „morphon“ für „gelbe Wurzel“), Mohrrübe, Gelbrübe, Gelbe Rübe, Rüebli, Riebli oder Wurzel – egal wie sie auch genannt wird, ist ein Topstar unter den Gemüsesorten. Umfragen sollen ergeben haben, dass die Karotte hierzulande hinter der Tomate das zweitbeliebteste Gemüse ist. Wen wundert‘s, diese Wurzel ist nicht nur preiswert und lecker sondern auch noch äußerst gesund und kalorienarm. Auf 100 g kommen nur 25 Kcal. Karotten sind reich an Beta-Carotin, einer Vorstufe von Vitamin A. Der bioaktive Pflanzenstoff wird im Körper zu Vitamin A umgebaut und hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem, den Stoffwechsel, die Blutkörperchen, die Haut und die Schleimhäute. Zudem ist Vitamin A wichtig für den Sehvorgang. Neben kleinerer Mengen Eisen, Kalium und Calcium ist mit bis zu 30 Milligramm pro 100 Gramm Beta-Carotin der wichtigste Inhaltsstoff der Karotte. Das Wurzelgemüse ist damit der Top-Lieferant für diese Vorstufe vom Vitamin A. Bereits eine mittelgroße Karotte soll ausreichen, um den Tagesbedarf an Vitamin A zu decken.

Historie

Ursprünglich kommt die Karotte aus Südeuropa und Asien, wird aber heutzutage in allen temperierten Gegenden angebaut. Die ältesten Belege für die Kultivierung der Karotte stammen aus der Antike. Bereits um 60 nach Christus soll Dioskurides in seinem Codex ihre Nutzung als Heilpflanze erwähnen. Über den heutigen Iran kam die Karotte im 12. Jahrhundert nach Spanien und Italien, von wo aus sie sich in ganz Mitteleuropa ausbreitete.

Verwendung

Je dünner der helle Kern einer Karotte ist, desto hochwertiger ist das Gemüse. Denn der Kern enthält nur wenige der gesunden Inhaltsstoffe. Betacarotin zum Beispiel steckt hauptsächlich in der Rinde der Karotte und gibt dieser ihre dunklere Farbe.

Damit der Körper das Betacarotin optimal aus der Karotte lösen kann, isst man sie am besten gekocht. So werden die Zellmembranen aufgebrochen und die Nährstoffe freigesetzt. Die hohen Temperaturen können dem sehr hitzestabilen Pflanzenstoff der Karotte dabei nichts anhaben. Wichtig ist, die Karotte zudem immer mit etwas Fett zu kombinieren (Butter, Öl oder Käse), selbst im frischen Karottensaft darf ein Tropfen Öl nicht fehlen, zur Karottenrohkost etwa ein Dip. So kann der Körper das fettlösliche Vitamin A erst optimal transportieren, denn das in den Karotten enthaltene so gesunde Carotin ist fettlöslich und kann vom Körper nur aufgenommen werden, wenn auch etwas Fett mit im Essen ist.

Zusätzlich sollte man die Karotten gut zerkleinern – auch dadurch wird die Aufnahme von Carotin verbessert.

Übrigens: Wenn Babys viel Karottenbrei essen, verfärbt sich ihre Haut gelblich. Bei Erwachsenen geht das nicht so schnell: Sie müssten dafür täglich 5 Kilo Karotten genießen.

Sonnenanbeter sollten sich nicht nur gründlich eincremen, sondern auch viele Karotten knabbern: Beta-Carotin lässt Hautrötungen schneller schwinden und beschleunigt die schützende Sonnenbräune. Trotzdem sollte mit dem Bräunen in der Sonne sparsam umgegangen werden!

Zubereitungstipps

Die meisten Inhaltsstoffe finden sich bei der Karotte unter der Rinde, weswegen man Jungkarotten für den Rohverzehr lieber gründlich waschen oder bürsten sollte, anstatt sie zu schälen. Um die Wirkung des fettlöslichen Beta-Carotins voll zu entfalten, sollte die Möhre immer mit etwas Butter oder ein paar Tropfen hochwertigem Speiseöl zubereitet werden. Karotten sind vielseitig verwendbar. Sie lassen sich roh oder gekocht, in Suppen, Soßen, als Beilage, Salat und auch als Saft gut verwenden. Als Rohkost sind sie ein gesunder Snack, im Salat ist die Kombination mit Nüssen, Sauerkraut und Äpfeln besonders beliebt. Mit wenig Wasser gekocht oder am besten gedünstet bietet die Karotte eine beliebte Gemüsebeilage, in vielen Eintöpfen und Suppen ist sie unverzichtbar. Brot und Kuchen werden durch die gelben Rüben besonders saftig.

Roh kommen Karotten oft als Karottensaft zum Einsatz. Auch als Rohkostsalat sind sie sehr gut geeignet. Karottensalat schmeckt besonders gut, wenn geriebene Karotten zusammen mit geriebenen Äpfeln, etwas Zitronensaft, Zucker und ein wenig Öl gemischt werden. Geriebene Karotten passen aber auch gut in viele andere Rohkostsalate hinein und sorgen so für die nötige Portion Carotin.

Warme Gerichte

Sehr gut passen Karotten in Rezepte für Suppen und ergänzen so Gemüsesuppen sowie Eintöpfe aller Art. Karottengemüse passt gut zu Fleisch und lässt sich auch als Mischgemüse einfach zubereiten. Karotten harmonieren besonders gut mit Erbsen, können aber auch Kohlrabi, Bohnen oder Kohl hervorragend ergänzen.

Wilde Möhre in Soßen

Beliebt zu gekochtem Fleisch und Pellkartoffeln ist eine grüne Soße. Neben vielen anderen frischen Garten- und Wildkräutern, Mayonnaise, Joghurt, hart gekochten Eiern und gehackten Salatgurken kann auch das Kraut der Wilden Möhre und sogar der Gartenmöhre eine gesunde Beigabe sein, wenn es püriert dazu gegeben wird.

Karotten & Kuchen

Eine sehr schöne Idee, Karotten auch einmal am Kaffeetisch zu servieren, sind Karotten im Kuchen. Vollkornmehl, Apfelstücke, Orangensaft und geriebene Karotten passen gut zusammen. Nüsse oder Sonnenblumenkerne können so einen Karottenkuchen eventuell auch noch ergänzen und machen die süße Leckerei zu einer vollwertigen Mahlzeit.

Kauf & Lagerung

Beim Kauf ist darauf zu achten, dass die Karotten unversehrt und fest sind. Bei Bundkarotten ist das kräftige Grün des Laubes ein Frische-Indikator. Ein grüner Kopfansatz bei Waschkarotten hingegen ist ein Zeichen, dass diese bereits austreiben.

Auf die richtige Lagerung kommt es an. Frische Karotten sind saftig, knackig und sehr gesund. Damit Möhren möglichst lange frisch bleiben, sollten zunächst die eventuelle Plastikverpackung und das Grünzeug entfernt werden, um zu verhindern, dass sie bereits nach kurzer Zeit welk werden, dunkel anlaufen und eine gummiartige Konsistenz bekommen. Schwitzwasser in der Plastikverpackung lässt Karotten leichter verderben, und Grünzeug entzieht den Karotten das Wasser.! Ungewaschen in ein feuchtes Tuch gewickelt halten sich Karotten im Gemüsefach des Kühlschranks gut zwischen sieben und zehn Tagen.

Wer Karotten einfrieren will, sollte sie vorher putzen, schälen, waschen und drei Minuten blanchieren. Anschließend kann man sie vor dem Einfrieren würfeln oder in Scheiben schneiden.

Hier haben wir ein Rezept „Karottensuppe mit Ingwer und Kokosmilch“ für Sie.