Aufgesammelt!

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Johannisbeeren – Sommer pur!

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Johannisbeeren läuten den Sommer ein!

Sie gehören zu den typischen Sommerfrüchten und haben ihre optimale Reifezeit um den Johannistag, der am 24. Juni gefeiert wird. Daher auch der Name dieser in Traubenform an kurzen Stielen bzw. Rispen wachsenden Beerenpracht. Johannisbeeren können hell- bis dunkelrot, fast weiß oder nachtblau bis schwarz sein, haben unzählige winzige Kernchen in ihrem Fruchtfleisch. Je nach Farbe unterscheidet sie das auch in ihrem Geschmack und ihrer Verwendung. So schmecken rote Johannisbeeren fein säuerlich, schwarze Johannisbeeren süßlicher, haben weniger Säure, dafür ein etwas herbes Aroma. Sprichwörtlich ist die Leckerei aus schwarzen Johannisbeeren, der aus Frankreich stammende Cassis, ein dunkler und fruchtig-aromatischer Likör, der zusammen mit Champagner den berühmten Cocktail Kir Royal ergibt. Eher selten findet man weiße Johannisbeeren, die geschmacklich ihren roten Schwestern ähneln, nur deutlich süßer.

Kleine Vitaminbomben

Johannisbeeren sind echte Vitaminbomben, in erster Linie reich an Vitamin C. So beinhaltet die rote Variante beachtliche 32 Milligramm auf 100 Gramm Beeren, und das bei gerade mal rund 40 Kalorien.

Ganz besonders viel Gutes für die Gesundheit zu bieten hat die schwarze Johannisbeere. Sie kann bis zu 170 Milligramm Vitamin C in 100 Gramm Beeren enthalten, was sie zu einem der bedeutendsten Vitamin-C -Lieferanten überhaupt macht. Auch im Vitamin-A-Gehalt soll sie es im Vergleich zu ihren beiden Schwestern auf die vierfache Menge dieses wertvollen Stoffes bringen. Schwarze Johannisbeeren verdanken ihre dunkle Farbe dem sekundären Pflanzenstoff Anthocyan, der sogenannte freie Radikale in den Körperzellen abfängt.
Darüber hinaus enthalten alle essbaren Sorten wertvolle Mineralien. Bemerkenswert ist dabei der große Anteil an Kalzium, Kalium und Magnesium. In der Gesamtwirkung ist die Johannisbeere für den Körper von großer Bedeutung. Ob rot, schwarz oder weiß – alle Johannisbeeren gelten zu Recht als gesund. Die meisten Vitamine befinden sich bei der Johannisbeere in der Schale.

Einkauf und Lagerung

Einkauf: Achten Sie beim Kauf von Johannisbeeren darauf, dass sie schön prall aussehen und ihre Haut unverletzt ist. Ein klares Zeichen für Frische und gute Qualität sind auch an den Rispen verbliebene Blätter, wenn sie noch schön grün und fit sind.

Lagerung: Johannisbeeren haben eine relativ dicke Haut, die ihr Fruchtfleisch zuverlässig schützt. Dennoch sollte eine maximale Aufbewahrung im Gemüsefach des Kühlschranks nicht länger als 2-3 Tage sein. Die Stiele während der Lagerung an der Beere belassen, da sich dadurch der Alterungsprozess verzögert. Die Johannisbeere eignet sich wunderbar zum Tiefkühlen. Vorher die noch an den Rispen hängenden Beeren unter fließendem Wasser abspülen, gut abtropfen lassen und dann die einzelnen Beeren mit der Hand oder einer Gabel abstreifen.
Die eingefrorenen Johannisbeeren können im Tiefkühlfach bis zu einem Jahr gelagert werden.

Verwendung

Rote und weiße Johannisbeeren sind köstlich zum roh Vernaschen, in Süßspeisen wie Rote Grütze und Obstsalatrn, als Gelee, Marmeladen und Saft, in Kuchen und Gebäck. Schwarze Johannisbeeren schmecken den meisten roh zu herb. Dafür sind sie perfekt zum Herstellen von Konfitüren, Saft und als fruchtige Zutat in herzhaften Gerichten mit Wild und Wildgeflügel. Da die Johannisbeere klein und rund ist und zudem auch eine kräftige Farbe aufweist, wird sie auch sehr oft als dekoratives Element eingesetzt.

Kleiner Tipp zum sommerlichen Einmachen von Saft oder Gelee: Kochen Sie die Rispen und Stiele mit, sie schenken viel Aroma. Anschließend vor dem Abfüllen durch ein Sieb passieren.

Name und Herkunft

Die Johannisbeere ist mit der Stachelbeere verwandt. Dabei wird oft der Name Ribisel verwendet, der in Österreich und Bayern auch als Bezeichnung für die Johannisbeere gilt. Sie wird vor allem in Regionen mit gemäßigten Klimazonen angebaut. Der Ursprung der Johannisbeere soll in Nord-, Mittel- und Osteuropa sowie in Teilen Asiens liegen – ist aber nicht wirklich belegt.

Kultiviert wird die rote Johannisbeere bereits seit dem 15. Jahrhundert in Europa, und rund ein Jahrhundert später kam die schwarze Johannisbeere hinzu. Im übrigen ist in unseren Breitengraden auch die weiße Johannisbeere bekannt. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um eine eigene Art, sondern lediglich um eine Zuchtform der roten Johannisbeere.