Aufgesammelt!

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Hähnchenfleisch – gesund und lecker

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Wenig Fett…

dafür aber viel hochwertiges Eiweiß machen Hähnchenfleisch zu einem gesunden und besonders wertvollen Bestandteil unserer Ernährung. Hähnchenfleisch enthält Eiweiß mit einer hohen biologischen Wertigkeit, es enthält wichtige Mineralstoffe und Vitamine, hat eine außergewöhnlich günstige Fettzusammensetzung, ist leicht verdaulich, schnell und vielseitig zuzubereiten und schmeckt einfach lecker!

Darüber hinaus liefert es auch zahlreiche wichtige Nährstoffe, die es besonders wertvoll für eine ausgewogene Ernährung machen, neben hochwertigem Eiweiß, Vitaminen und Mineralstoffen eine günstige Fettsäurezusammensetzung. Es besteht zu fast einem Viertel aus Eiweiß. Und das ähnelt – im Gegensatz zu Pflanzeneiweiß – stark unserem körpereigenen Eiweiß und kann vom Organismus fast vollständig verarbeitet werden. Aufgrund des hohen Eiweiß- und gleichzeitig niedrigen Fettgehalts ist dieses Geflügelfleisch kalorienarm. Der genaue Kaloriengehalt ist vom Körperteil abhängig. Am magersten ist Brustfleisch – zwischen 100 und 130 Kalorien pro 100 Gramm. Es besteht fast nur aus Muskulatur (Eiweiß). 100 Gramm Brustfleisch enthalten nur knapp ein Gramm Fett. In der Keule oder dem Schenkel sitzen viele kleine Muskeln, die durch dünne Fettschichten voneinander getrennt sind. Dadurch enthält dieser Körperteil mehr Kalorien – ungefähr 150 bis 170 Kalorien pro 100 Gramm. Vergleichsweise 100 Gramm Rindersteak enthalten 126 Kalorien und 100 Gramm Schweinekotelett 133 Kalorien. Auch wenn Geflügel teilweise nicht viel kalorienärmer ist, enthält es weniger Cholesterin und ist leichter zu verdauen.

Einkaufstipps

Das Geflügel sollte aus Deutschland kommen. Für deutsches Fleisch gibt es strengere Vorschriften und Qualitätskontrollen. Allgemein gilt, dass die Fleischqualität vor allem von der Aufzucht abhängt. Hühner und Co. aus Bodenhaltung werden schnell groß gezogen und können sich wenig bewegen. Dadurch sind ihre Keulen nicht so kräftig wie die der Tiere, die aus Freilandhaltung kommen. Fühlen Sie das Fleisch! Es sollte relativ fest und nicht weich sein. Achten Sie außerdem auf die Farbe – sie sollte fleischfarben und nicht zu weiß sein. Nur die Haut eines Maishuhns oder einer Maispoularde ist gelblich. Das liegt daran, dass das Huhn hauptsächlich mit Mais gefüttert wurde. Bei Tiefkühlgeflügel sollten sich unter der Verpackung keine Eiskristalle gebildet haben. Das Fleisch muss frei von Gefrierbrand – weißen und trockenen Stellen – sein. Frieren Sie Geflügel ein, ist es acht bis zehn Monate haltbar.

Bio-Geflügel

Bio-Geflügel ist mit gutem Grund teurer. Das ergibt sich aus der aufwendigen Aufzucht – zum Beispiel von Hühnern. Laut statistischem Bundesamt werden nur drei Prozent der Hühner ökologisch gehalten. Für Bauern ist diese Art der Zucht kostspielig. Denn im Gegensatz zu konventionell gehaltenen Hühnern leben Bio-Hühner fast doppelt so lange. Das bedeutet für den Bio-Bauern, dass seine Hühner einerseits doppelt so viel (Bio-)Futter brauchen, andererseits aber doppelt so lange Platz im Stall benötigen. Die besondere Aufzucht schmeckt man dem Fleisch an. Bio-Geflügel ist oft aromatischer und saftiger.

Zubereitung

Tauen Sie TK-Geflügel immer vollständig auf, am besten im Kühlschrank. Sonst gart das Fleisch unregelmäßig. Das Auftauwasser sorgfältig wegschütten, es könnte Salmonellen enthalten. Nachdem das Geflügelfleisch gewaschen ist, kann es je nach Rezept in Topf, Pfanne oder im Ofen zubereitet werden. Besonders im Sommer beliebt ist das Grillen. Damit das Fleisch nicht austrocknet, vorher marinieren oder während des Grillvorgangs mit Öl bestreichen. Ein Hähnchen von etwa einem Kilo reicht für drei Portionen. Hähnchenspieße sind eine immer wieder begehrte Variante. Für die Grillzubereitung Hähnchenbrust in große Würfel schneiden, abwechselnd mit Gemüse auf einen Holzspieß stecken, nach Belieben würzen und für etwa 10 Minuten rundum grillen.
Hähnchenfleisch eignet sich auch ganz unkompliziert für die Zubereitung von Schnitzeln. Dafür nimmt man am besten das Brust- und Schenkelfleisch. Zuerst die Haut und Sehnen entfernen, das Fleisch (in einem Gefrierbeutel oder in Frischhaltefolie gewickelt) platt klopfen und würzen. Anschließend in verquirltes Ei tauchen und in Mehl wenden. Zum Schluss die Schnitzel in heißem Öl von jeder Seite etwa drei Minuten braten. Auch Hähnchen Cordon Bleu ist eine köstliche Zubereitung oder der französische Rezeptklassiker Coq au vin.

Hygiene

Normalerweise sterben Keime (z. B. Salmonellen) ab, sobald das Fleisch gegart wird. Daher ist es besonders wichtig, dass Geflügel immer durchgegart wird, bis auch der Fleischkern 70 Grad erreicht hat. Dennoch können bei der Zubereitung Keime auf Hände, Arbeitsgeräte oder andere Lebensmittel übertragen werden. Um das zu verhindern, sollten Sie sich an die Hygiene-Tipps des Robert-Koch-Instituts halten: Rohes Geflügel immer getrennt von anderen Lebensmitteln lagern, besonders wenn diese nicht noch einmal erhitzt werden. Bewahren Sie Geflügel bei höchstens vier Grad auf. Reinigen Sie alle Messer, Bretter und Oberflächen, die Sie bei der Vorbereitung von Geflügelfleisch benutzt haben, bevor Sie diese weiterverwenden. Waschen Sie außerdem nach jedem Zubereitungsschritt Ihre Hände mit Seife.
Halten Sie sich an die Hygiene-Tipps und garen Sie das Fleisch immer vollständig durch – dann können sich Keime nicht verbreiten und werden abgetötet.

Hähnchen oder Huhn?

Auch wenn der Begriff „Hähnchen“ von „Hahn“ abstammt, sind die Hähnchen, die wir im Supermarkt, beim Metzger oder beim Bauern direkt kaufen, nicht ausschließlich männlich. Die Bezeichnung stammt noch aus der Zeit, als Hennen zum Eierlegen gehalten und nur die Hähne geschlachtet und gegessen wurden. Heute bezieht sich „Hähnchen“ auf ein junges Masttier – unabhängig vom Geschlecht. Ein Suppenhuhn hingegen ist immer weiblich: Es ist eine ausgediente Legehenne. Aufgrund ihres Alters (über ein Jahr) ist das Fleisch zäh und hat einen speziellen Eigengeschmack. Es eignet sich am besten, um Suppen, Brühen und Ragouts herzustellen.