Tipps rund um den Spargel

Frühlingszeit ist Spargelzeit! Der unvergleichliche Spargelgenuss dieses Königsgemüses wird in den nächsten Wochen wieder unseren Speiseplan bereichern. Der letzte Spargelstichtag ist traditionell der Johannistag am 24. Juni. Damit einem der ersten kulinarischen Höhepunkte des Jahres nichts mehr im Wege steht, haben wir die wichtigsten Tipps zusammengefasst:

FRISCHE:

Beim Spargelkauf ist Frische das wichtigste Kriterium. Die Spargelenden dürfen weder hohl, bräunlich verfärbt oder ausgetrocknet sein. Lange Transportwege, Unterbrechungen bei der Kühlung und zu hohe Kühltemperaturen tun dem Spargel gar nicht gut. Daher sollte der Spargel nach der Ernte so schnell wie möglich zum Konsumenten kommen. Zur Frischeprobe das Schnittende leicht zusammendrücken. Der austretende Saft muss angenehm frisch duften und darf nicht säuerlich riechen. Frischer Spargel lässt sich gut mit dem Fingernagel einritzen und gibt leichtem Druck nicht nach. Die Stangen sollten fest sein und dürfen sich nicht biegen lassen , „quietschen“ beim Aneinanderreiben. Frischen Spargel erkennt man an saftigen Enden und glänzenden, fest geschlossenen Köpfen. Wenn sich der Spargel zum Ende hin faserig verjüngt, ist er holzig. Den Spargel zu Hause  in ein nasses Tuch wickeln und in den Kühlschrank legen. Das verzögert das Austrocknen. So gelagert ist er noch etwa zwei Tage haltbar.

MENGE:

Für Spargel als Hauptbestandteil der Mahlzeit sollten pro Person 500 bis 600 Gramm gerechnet werden. Etwa 30 Prozent sind Abfall. Spargel immer von oben nach unten, also vom Kopf zum Schnittende hin gleichmäßig mit einem Spargelschäler schälen. Beim Grünspargel, wenn nötig, muss man nur die untere Hälfte sparsam schälen.

ZUBEREITUNG:

Erst nach dem Schälen  die holzigen Enden abschneiden. So lässt sich gleichzeitig prüfen, wie gut der Spargel geschält wurde. Bei sehr frischem Spargel braucht lediglich ein kleines Stück (1 bis 2 cm), bei etwas älterem Spargel ca.  4-5 cm, abgeschnitten werden. Ob in einem größeren Topf liegend oder in einem speziellen Spargeltopf aufrecht stehend gekocht, ist dem Spargel egal. Nur soviel Wasser nehmen, dass die Stangen gut bedeckt sind.Wird der Spargel aufrecht stehend im Spargeltopf gekocht, kann sogar noch etwas weniger Wasser eingefüllt werden. Hier garen die Spargelköpfe bei geschlossenem Deckel im Dampf, da sie eine kürzere Kochzeit benötigen. Das Wasser umgibt nur die unteren Stangenteile.

Die richtige Kochtechnik für bissfesten weißen Spargel: Wasser mit Salz und einer Prise Zucker erhitzen, den Spargel darin eine Minute aufkochen, den Topf von der Flamme nehmen und den Spargel ziehen lassen. Die Garzeit richtet sich nach dem Durchmesser der Spargelstangen und schwankt beim weißen Spargel zwischen 10 und 25 Minuten.

Grünspargel ist auch aufgrund des geringeren Durchmessers meist schon nach 8 bis 15 Minuten fertig. Für mehr Aroma einen Spritzer Zitronensaft in das Kochwassser geben (allerdings nur bei weißem Spargel, grüner Spargel kann sich dann gräulich verfärben). Der Zucker soll die Bitterstoffe neutralisieren.  Ein Teelöffel Butter verfeinert den Geschmack. Alle Spargelsorten schmecken auch roh, haben aber nicht das typische Spargelaroma. Die dafür verantwortliche Asparaginsäure entfaltet sich erst beim Kochen.

SCHLANKER GENUSS:

Die Volksmedizin verordnet Spargel zur „Entschlackung“. Denn die Asparaginsäure, Saponine (sekundäre Pflanzenstoffe) und das reichlich enthaltene Kalium wirken harntreibend, also entwässernd. Wer nierenkrank ist oder Gicht hat, sollte sich zurückhalten. Alle anderen können zulangen – und zwar reichlich. Denn in Spargel stecken nur etwa 20 Kilokalorien pro 100 Gramm. Er enthält zudem viele Mineralstoffe, B-Vitamine und wertvolle Folsäure. Tipp: Schütten Sie deshalb das Kochwasser nicht weg, sondern verwenden Sie es für eine leckere Spargelsuppe oder Soße, oder als Trinkbrühe.

Probieren Sie doch einmal grünen Spargel aus der Pfanne! Hierzu wird der grüne Spargel in feine Stücke geschnitten und mit etwas Fett bei starker Hitze ca. 5 Minuten gebraten.

Spargel und Schinken bilden für viele Genießer ein fast unzertrennliches Duo. Keine andere Fleischspezialität wird so häufig und gerne zum Spargel genossen.
Generell harmoniert gekochter Schinken besser, als geräucherter oder gepökelter Schinken.

spargel und wein

DER PASSENDE WEIN:

Eine reizvolle kulinarische Verbindung besteht aus einem feinen Spargelgericht und dem passenden Wein. Entscheidend für die Harmonie zwischen Wein und Speise ist die Zubereitung des Spargels und seiner Zutaten. Bei der Weinauswahl sollte die Sauce die dominierende Rolle spielen, wie z.B. bei

Spargel mit zerlassener Butter

Trockene, eher aromatisch zurückhaltende, frische Weißweine
– Silvaner, Sauvignon blanc, Weißburgunder, Chardonnay, Riesling (möglichst säurearm)

Spargel mit Sauce Hollandaise

Gereifte kräftige Weißweine mit Körper:
–  Grauburgunder, Müller-Thurgau, Rivaner

Grüner Spargel

Leichtere trockenere Weißweine:
– Sauvignon blanc, Silvaner, Rivaner

Frankfurter Grüne Sauce

Frankfurter Grüne Sauce passt ganz ausgezeichnet zu Spargel!
HIER gelangen Sie zum Rezept für selbstgemachte Frankfurter Sauce, viel Spass beim Ausprobieren!

Rezeptideen rund um das Königsgemüse

Leckere Spargelrezepte haben wir HIER für Sie bereitgestellt, guten Appetit!

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Ihren Besuch stimmen Sie dem zu.