So wird die Gans ganz knusprig und zart!

Ob Martinsgans oder Weihnachtsgans, heißgeliebt sind Beide. Das Fleisch muss zart sein, ein Genuss für den Gaumen, und die Haut schön knusprig, kross, rösch oder resch, dass es beim Reinbeißen genussvoll in den Ohren klingt.  Erst mit diesen kulinarisch untrennbar verbundenen Eigenschaften ergibt sich die unvergleichlich festliche Leckerei. Damit Ihre Gans ein voller Erfolg wird, haben wir ein paar „gans“-einfache Tipps für Sie zusammengestellt.

 

Die Niedriggarmethode

ist eine Zubereitungstechnik für unterschiedliche Fleischsorten. Hierbei wird das Fleisch bei besonders niedriger Temperatur über einen langen Zeitraum langsam gegart. Geflügelfleisch wird bei 90°C und alle anderen Fleischsorten bei 80°C im Ofen gegart. Sie müssen unbedingt eine große Zeitspanne für das Gelingen dieses wahren Festtagsschmauses einplanen, denn der Gänsebraten bei Niedrigtemperatur benötigt mindestens 7 Stunden im Backofen. Aber das Ergebnis lohnt sich. Der sich dabei entwickelnde verführerischer Duft  kündigt schon an, welche Köstlichkeit sich da zusammenbraut und macht das Warten ganz schön schwer.

 

Einfacher geht’s kaum

Die küchenfertige Gans (ab 4 bis 6 kg) säubern, überschüssiges Bauchfett entfernen, innen und außen gründlich waschen und mit Küchenkrepp gut trocken tupfen. Die Flügel vom Gänsebraten in den Gelenken einknicken und nach hinten auf den Rücken drehen. Die Flügel z.B. mit Rouladenspießen feststecken oder mit Küchengarn zusammenbinden. Die Gans von innen mit Salz und Pfeffer aus der Mühle würzen. Frische Kräuter wie Rosmarin, Thymianzweige, Salbei, Petersilie mit Stengeln und Bohnenkraut zu einem Bund zusammenbinden und in die Bauchhöhle vom Gänsebraten stecken. Die Bauch- und Halsöffnung mit Küchenzwirn oder Rouladennadeln verschließen. Dann das Prachtstück von außen gut mit Salz und frisch gemahlenem Pfeffer einreiben. Gans mit der Brust nach oben in einen Bräter mit hohem Rand legen. Geben Sie die Gans zunächst ca. 1 Stunde bei 220° C in den Backofen und drosseln Sie danach die Temperatur auf 90° C. Die Ofentür dann für 20 Minuten offen lassen. Anschließend die Gans für 7-10 Stunden – je nach Größe des Tieres – auf unterster Schiene auf kleiner Temperatur garen lassen. Die Gans muss nicht gewendet werden.

 

Kein Geheimnis

Etwa eine halbe Stunde vor dem Servieren die Gans auf ein Blech setzen den Ofen auf 225° C – 250° C hochdrehen, wenn möglich den Grill dazu schalten, zwischendurch nach Bedarf wenden. Dabei bitte am Herd bleiben und aufpassen, dass sie nicht verbrennt! So wird die Kruste schön knusprig. Das Geheimnis dieser Zubereitungsart ist die niedrige Temperatur. Fleisch, das bei Niedrigtemperaturen gegart wird, bleibt besonders zart und verliert kaum Fleischsaft.

 

Sauce & Wein …
und was darf es noch sein?

Bratenfond durch ein Sieb in einen Topf gießen und recht gut entfetten, unter Zugabe von Weiißwein einkochen, binden und abschmecken., nach Gusto auch mit etwas Sauerrahm .Leicht süßlich wird die Soße, wenn man einige Apfelschnitze und Zwiebelwürfel mitgart. Pürieren macht die Soße dann sehr schön sämig. Zum Gänsebraten mundet auch der Weißwein köstlich, den Sie auch für die Soße verwendet haben. Oder Sie wählen einen leichten Roséwein, der gut gekühlt serviert wird. Dazu servieren Sie ganz traditionell Knödel und Rotkraut, wie auch alle anderen Kohlsorten perfekte Begleiter zur Gans sind, wie Zubereitungen aus Weiß-, Spitz- oder Rosenkohl.

 

Bitterstoffe entlasten

Essen Sie gerade vor schwerem Essen, wie z. B. einer Gans, einen Salat, bunt und mit vielen Bitterstoffen, wie z. B. Radicchio, Endivien oder Chicoree. Der Grund: Durch die Bitterstoffe im Salat wird die Gallentätigkeit angeregt. Dadurch kann der Körper das fettige Essen besser verdauen und der Cholesterinspiegel wird nicht so stark in die Höhe getrieben.

 

Wertvolle B-Vitamine

Eine Gans ist zwar sehr fett, aber ihr Fett und das magere Fleisch sind voneinander getrennt, so dass man nach dem Braten der perfekten Weihnachtsgans das ausgelaufene Fett gut entfernen kann und auf dem Teller nur mageres, sehr hochwertiges Fleisch hat. Das Fleisch enthält auch wertvolle B-Vitamine. Das Gänsefett kann als Gänseschmalz weiterverwendet werden, eine weitere Delikatesse, die gekühlt noch lange hält, vielseitig zu verwenden ist und darüber hinaus  einen hohen Anteil an ungesättigten Fettsäuren enthält. Diese Zubereitungsart des Niedrigtemperaturgarens ist für eine Gans mit einer Füllung wie z.B. Hackfleisch oder Brät ungeeignet. Hier genügt das Braten bei Niedrigtemperatur nicht.

Einen feinen Dessert-Tipp „Rotweinbirne“ finden Sie hier.

 

Wir wünschen Ihnen einen gelungenen Festtagsschmaus!

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