Rucola – kulinarischer Aufsteiger

rucola

Rucola war in früheren Zeiten bei uns als Rauke bekannt, verlor fast ganz an Bedeutung, entwickelte sich aber in den letzten 20 Jahren zu einem kulinarischen Aufsteiger am Gemüsehimmel, nicht zuletzt dank der mediterranen Küche, die bei uns zunehmend an Einfluss gewann.

Ursprünglich stammt Rucola aus dem südlichen Mitteleuropa und den Mittelmeerländern. Die Römer ließen sich schon Rucola schmecken, und bis heute liegt eines der Hauptanbaugebiete weltweit in Italien. Aber auch in Indien, Ägypten und dem Sudan schätzt man ihn schon seit vielen Jahrhunderten. Bei uns wächst er ebenfalls, auf dem Freiland allerdings nur in den milderen Regionen im Süden Deutschlands.

Dieset aromatische Blattsalat lässt alle Feinschmeckerherzen höher schlagen. Dank der reichlich enthaltenen Senföle überzeugt Rucola mit einem sehr intensiven, würzig-herben und leicht scharfen Geschmack. Er wird im Bund oder in durchsichtigen Kunststoffschalen verpackt angeboten. Dank seines Anbaus unter Glas ist er zu jeder Jahreszeit im Gemüsehandel erhältlich. Sein Aroma ist unvergleich lecker, wenn er dieses unter Sonne im Sommer auftanken konnte.

Gesunder Rucola

Bereits in der mittelalterlichen Pflanzenheilkunde wurde Rucola als Mittel zum Entwässern und zum Fördern der Verdauung eingesetzt. Aber auch in der modernen Ernährungsmedizin wird Rucola geschätzt. In Tierversuchen konnte man sogar krebshemmende Effekte nachweisen. Besonders reich ist Rucola an Folsäure. Dieses Vitamin aus der B-Gruppe kann unter anderem Herz-Kreislauferkrankungen und Demenz vorbeugen. Vor allem günstig ist Folsäure auch für Frauen in der Schwangerschaft zum Schutz des Ungeborenen.
Nur 27 Kilokalorien pro 100 Gram sorgen dafür, dass Rucola ein perfekter Energielieferant ist. Rucola verfügt über zahlreiche Vitamine und Nährstoffe. Besonders sein Vitamin C-Gehalt ist überaus bemerkenswert. Mit 60 mg pro 100 g Salat schlägt das Gemüse sogar die Orange. Auch die Vitamine E, B2, B3 und K kommen in höherer Konzentration vor als in anderen Salaten. Zu den respektablen Nährstoffen, die den Salat so gesund machen, gehören unter anderem Kalium, Kalzium, Eisen, Magnesium, Zink

Gut zu wissen

Rauke-Bllätter sind rein äußerlich leicht mit dem giftigen Kreuz- oder Geiskraut zu verwechseln. Gefahr besteht aber dennoch kaum, denn zum einen wird Rucola spätestens seit dieser unangenehmen Entdeckung vor einigen Jahren strenger kontrolliert. Zum anderen schmeckt das giftige Kreuzkraut so extrem unangenehm, dass man es kaum versehentlich mitisst. Alles über mögliche Risiken ist in der Stellungnahme des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) nachzulesen.

Einkaufs- und Küchentipps

Die Blätter von Rucola sollten schön grün und saftig aussehen. Kleine Blätter bevorzugen, denn große Rucolablätter können leicht zäh und allzu bitter schmecken. Rucola wie andere Kräuter immer ganz obenauf in Korb oder Tüte legen, da die empfindlichen Blätter schnell zerdrückt sind.
Rucola welkt ziemlich rasch, darum möglichst schnell zubereiten. In einem Gefrierbeutel verpackt oder lose im Gemüsefach mit einem feuchten Tuch bedeckt hält sich Rucola ein bis zwei Tage im Kühlschrank.
Gelb verfärbte und angewelkte Blätter aussortieren. Restlichen Rucola in einer Schüssel mit frischem Wasser vorsichtig waschen. Anschließend trocken schütteln oder schleudern. Grobe Stiele entfernen. Große Blätter in kleine Stücke teilen, die sich so angenehmer verspeisen lassen.

Zubereitungstipps

Ob Pasta, Pizza, Salat, Suppe, Risotto, Ragout, Gemüsegericht oder Gratin – Rucola passt beinahe zu allem. Selbst vitaminreiche Smoothies lassen sich daraus zaubern. Mit Quark oder Frischkäse ist er ebenfalls ein Genuss. Rucola-Fans lieben ihn fast pur, nur mit etwas Zitrone und Rapsöl oder auf italienische Art mit Balsamico und Olivenöl. Auch in Kombination mit anderen Blattsalaten ist Rucola eine Delikatesse. Ein besonderer Genuss-Tipp seiner Fans ist ein Pesto mit Rucola statt Basilikum.
Ein Rezept „Tortilla-Wraps mit Rucola“ haben wir hier für Sie.

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