Orange / Apfelsine Citrus sinensis (lat.)

orangen

Ursprünglich stammt die Orange aus China – daher auch die Bezeichnung Apfelsine („Apfel aus China“). Dort sind die Früchte aus einer Kreuzung von Mandarine und Pampelmuse entstanden. Im Gegensatz zur Bitterorange, die ungefähr im 11. Jahrhundert schon den Weg ins heutige Europa fand, kam die süße Orange erst im 15. Jahrhundert auf dem Seeweg zu uns. Heute sind Orangen die am häufigsten angebauten Zitrusfrüchte. Mehr als 400 Sorten der Frucht gibt es mittlerweile weltweit.  Sie unterscheiden sich in Form, Farbe, Geschmack, Saft- und Kerngehalt. 

Zwei große Gruppen

– Bitterorange, auch Pomeranze genannt, hat kleine bittere Früchte. Häufig als Zierpflanze oder Marmeladenzutat verwendet.
– Süßorange, beliebtere große Gruppe der Orangen. Bekannte Sorte ist unter anderem die Navel-Orange mit typisch nabelähnlicher Ausstülpung, kernlos, saftig und leicht zu schälen. Weitere bekannte Sorte ist die Blutorange, deren Färbung klimaabhängig ist. Sie wächst in trockenen Gebieten mit hohen Temperaturschwankungen.

Vitamin-C-Bombe & mehr

Schon zwei Orangen decken den Tagesbedarf an Vitamin C . So enthalten 100 Gramm ihres Fruchtfleisches rund 50 Milligramm Vitamin C, also mehr als die Hälfte des empfohlenen Tagesbedarfs. Das Vitamin stärkt das Immunsystem und schützt uns so vor Infektionen. Der Vitamin-C-Gehalt von Orangen ist deutlich höher als in Bananen und etwas höher als in Äpfel und Birnen. Orangen sind reich an Vitaminen  und Mineralstoffen. Zudem verbessert Vitamin C die Aufnahme von Eisen, das für den Sauerstofftransport im Blut benötigt wird. Der Mineralstoff findet sich ebenfalls in den runden Früchten (0,4 Milligramm pro 100 Gramm). Außerdem stecken in Orangen unter anderem Vitamine der B-Gruppe, Folsäure und Phosphor. Auch in puncto Kalorien sind Orangen angesagt. 100 Gramm kommen nur auf zirka 47 Kilokalorien.
Ebenso gesund wie das Fruchtfleisch ist die weiße Haut, die oft an der geschälten Orange hängt. Sie enthält gesundheitsfördernde sekundäre Pflanzenstoffe.

Verwendung

Aus den Südfrüchten lässt sich weit mehr machen als nur frisch gepresster Orangensaft. Orangensaft sollte man allerdings nur in Maßen genießen. Darin findet sich der Fruchtzucker der Orange in konzentrierter Form. Ein Liter hat fast so viele Kalorien wie eine Tafel Schokolode. Frische Orangen zu essen ist viel gesünder. Aber nicht nur das. Egal ob pur, als Saft oder Orangenmarmelade, Orangencreme oder im Obstsalat, in Desserts wie Tiramisu oder als Bestandteil von Smoothies, in Orangensauce als Beilage zu Fisch oder Fleisch, in Salaten, wie zum Beispiel im Fenchelsalat. Sie schmecken in Plätzchen, Muffins, Kuchen ebenso gut, wie als kleiner Snack zwischendurch.

Orangenschalen

Beim Schälen einer Orange sollte man nicht zu gründlich sein, denn nicht nur das Fruchtfleisch der Orange ist gesund, sondern, wie gesagt, auch ihre weiße Haut.  Auch die äußere, orangefarbene Schicht der Schale ist essbar, allerdings nur bei Bio-Qualität. Sie wird in hauchdünnen Streifen (sogenannte Zesten) oder in geriebener Form vor allem zum Backen und Kochen, aber auch zum Dekorieren von Desserts verwendet. Auch das in der Weihnachtsbäckerei so beliebte Orangeat wird aus Orangenschalen gewonnen. Für seine Herstellung werden die Schalen von Bitterorangen (Pomeranzen) kandiert.

Orangen aus Bio-Qualität

unbedingt nur diese verwenden, wenn deren Schalen zum Verzehr benötigt werden. Orangen vorher gründlich mit heißem Wasser waschen. Herkömmliche Orangen werden so gut wie immer mit Konservierungsstoffen oder – damit sie schöner glänzen – mit Wachs behandelt, weshalb ihre Schale nicht zum Verzehr geeignet ist.

Ätherisches Orangenöl

Die Orangenschale enthält zudem ätherische Öle, die einen wunderbaren Duft verbreiten. Nicht nur zu Weihnachten werden gerne aus den Schalen Duftkerzen gebastelt oder Orangenscheiben als Deko getrocknet. Auch unabhängig von der Jahreszeit findet das Orangenöl in naturreinem ätherischen Öl für Wellness und Raumbeduftung, aromatischen Badezusätzen und anderen Kosmetika, aber auch in Orangenlikör und Lebensmitteln Verwendung.

Kauf

Bei uns haben die Zitrusfrüchte vor allem im Winter Saison. Mittlerweile sind Orangen im Supermarkt das ganze Jahr über erhältlich und ein beliebter Bestandteil unseres Speiseplans. Beim Kauf von Orangen auf gute Qualität achten. Die Schale sollte dick und gesund aussehen und keine Beschädigungen aufweisen. Daher keine schrumpeligen oder beschädigten Früchte kaufen. Darauf achten, dass Bio-Orangen beim Einkauf nicht gequetscht werden, da sie sonst schneller schimmeln.
Ebenso wie Zitronen und andere Zitrusfrüchte reifen Orangen nach der Ernte nicht nach.

Lagerung

Orangen mögen es weder zu warm noch zu kalt. Bei Zimmertemperatur halten sie sich ungefähr eine Woche. Werden sie allerdings zu warm gelagert, trocken sie innerlich aus und verlieren an Geschmack. Besser ist es daher, sie in einem kühlen Raum oder im Keller, am besten mit etwas Abstand voneinander zu lagern. Zudem die Früchte täglich auf Schimmelbefall kontrollieren und faulige Orangen sofort entsorgen.

Immer eine gute Wahl wünscht Ihnen Ihr kupsch-Frischemarkt!

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