Aufgesammelt!

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Die Himbeere (lat. Rubus idaeus)

himbeeren

Süß, rosa-rot und mit großer Fangemeinde:

Wer liebt sie nicht – die wunderbaren Himbeeren! Die Himbeere ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Bis zu 2 Meter hoch wächst der Himbeerstrauch. Charakteristisch sind die feinen Stacheln an den Ruten..Die Himbeere ist ein sommergrünes Staudengewächs. Aus botanischer Sicht sind Himbeeren übrigens gar keine Beeren sondern Sammelsteinfrüchte. Als Früchte werden die kleinen Kerne bezeichnet, die von rotem Fruchtfleisch umgeben sind. Je nach Sorte können Himbeeren von Juni an bis zu den ersten Frösten im Spätherbst geerntet werden.

Namensherkunft der Himbeere

Der deutsche Name der Himbeere (hervorgegangen aus der althochdeutschen Bezeichnung Hintperi) leitet sich aus der altnordischen und angelsächsischen Vokabel hind (Hirschkuh) ab, bedeutet also Beere der Hirschkuh. Im Volksmund trägt die Himbeere die Namen Ambas, Ampe, Hendelbeere, Himpelbeere, Hindebeere, Hirschbeere. Hohlbeere, Humbeere, Katzenbeere, Madebeere, Mollbeere, Mutterbeere, Rehbockbeere, Runtzelbeere, Waldbeere, Waldhimmelbeere

Nutzung

Die saftige genussvolle Himbeere hat als beliebte Gartenpflanze Einzug gehalten. Die durch ihren hohen Vitamingehalt äußerst gesunden Beeren werden gerne roh verzehrt oder als Marmelade, Gelee, Kompott, Saft, Kuchenbelag, Kaltschale oder Rote Grütze vielfältig verwendet. Ein Rezept für leckeres Himbeereis finden Sie hier.

Imker schätzen Himbeeren aufgrund des hohen Zuckergehalts (36–70 %), ihres Nektars und dessen hohen Zuckerwertes (0,18–3,80 mg Zucker/Tag je Blüte) als willkommene Nebentracht, liefern sie doch große Nektar- und Pollenmengen. Die Beerenfrucht findet auch zum Aromatisieren von reinem Alkohol Verwendung. Die daraus entstehende Spirituose ist bekannt als Himbeergeist.
In der Kosmetik werden Himbeeren und Blätter für Gesichtspackungen, Cremes und Kompressen genutzt.

Himbeerblättertee zur Geburtsvorbereitung

Traditionell als Hausmittel zur Geburtsvorbereitung schwören viele Hebammen auf Himbeerblättertee. Schon in der Antike und im Mittelalter wird die Himbeere auch als Heilpflanze angewendet. Im Mittelalter wurde sie vor allem in Klöstern kultiviert. Der Gehalt an Vitamin C, Kalium und Fruchtsäuren soll die Abwehrkräfte und die Wundheilung fördern. Tee aus Himbeerblättern soll entzündungshemmend, beruhigend sowie harn- und schweißtreibend wirken. Er wird daher bei Atemwegs-, Magen-Darm-, Herz-Kreislauf- sowie Mund- und Rachenbeschwerden getrunken.

Die Kommission E (BGA/BfArM) empfiehlt die Himbeere jedoch nicht für medizinische Zwecke, da eine entsprechende Wirksamkeit bislang nicht nachgewiesen werden konnte {Die Kommission E bezeichnet eine selbstständige, wissenschaftliche Sachverständigenkommission für pflanzliche Arzneimittel des ehemaligen Bundesgesundheitsamtes (BGA) und des heutigen Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) in Deutschland)

Nährwert – 100 Gramm Himbeeren enthalten:

  • kcal 34
  • kJoule 142
  • Wasser 84 g
  • Fett 0,3 g
  • Kalium 170 mg
  • Calcium 40 mg
  • Magnesium 30 mg
  • Vitamin C 25 mg (lat. Rubus idaeus)