Aufgesammelt!

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Der Apfel – gesund, knackig, lecker, vielseitig

Apfelvielfalt bei kupsch

„An apple a day keeps the doctor away“

Der Apfel, der den wissenschaftlichen Namen Malus trägt, zählt wie die Birnen und Quitten zu den Kernobstgewächsen. Es gibt ca. 20.000 Apfelsorten – alte, neue und gekreuzte Sorten. Von süß bis sauer hat jeder Apfel sein eigenes Aroma. Der Apfel gilt als das Lieblingsobst der Deutschen. Erreicht hat er diese Spitzenposition u.a. durch seinen hohen gesundheitlichen Wert, die ganzjährige Verfügbarkeit und seine vielseitige Verwendbarkeit.

Pur schmeckt der Apfel als Rohkost, in der Brotdose als Snack für Zwischendurch, als knackiger Bestandteil des Müslis. Kein Obstsalat kommt ohne den Apfel aus. Aus Äpfeln können Sie nicht nur Kompott oder Apfelmus herstellen, sondern auch Apfelchutney oder Apfelschaum. Herrlich ist der Apfel in süßen Hauptspeisen, etwa einem Apfelpfannkuchen, als Begleitung zum Kaiserschmarrn oder in einem Auflauf mit Äpfeln und Birnen. Vor allem Zimt und Nüsse harmonieren bestens mit dem Apfel, aber auch Vanillesauce. Probieren Sie zum Beispiel unseren Rezeptvorschlag Apfelküchle mit Vanilleeis – einfach köstlich!

Im Winter ist der Bratapfel der absolute Star unter den Leckereien mit Apfel, während ganzjährig Apfel im Kuchen, Strudel oder sogar im Brot verbacken werden kann. Herzhafte Klassiker mit Apfel sind etwa der Apfelrotkohl oder eine Füllung mit Apfel für die Weihnachtsgans. Eine ungewöhnlichere, aber nicht minder leckerere Kombination erreichen Sie, wenn Sie Äpfel mit Ziegenkäse gratinieren. Zusammen mit geriebenen Möhren und Zitronensaft ergeben Äpfel einen saftigen Salat, den Sie zum Beispiel mit Pinienkernen und Feta ergänzen können. Genossen wird der Apfel auch in erfrischenden und alkoholischen Getränken. Dazu zählen nicht nur der Apfelsaft, die Apfelschorle und der Apfelwein, es gibt auch Tee, Punsch oder Glühwein mit Apfel. Die Vielfalt der Rezepte mit Apfel ist grenzenlos!

Apfel – gesundes Obst mit Schutzfunktion

„An apple a day keeps the doctor away“ sagt eine bekannte Redensart. Diesen Ruf, dass der Apfel zur gesunden Ernährung beiträgt, hat er zu Recht erhalten, verdankt ihn seiner breiten Palette an ernährungsphysiologisch wichtigen Inhaltsstoffen. Fruchtsäuren wirken wie eine biologische Zahnbürste, Apfelsäure wirkt gegen Rheuma oder Gicht. Die Fruktose im Apfel fördert die Konzentration und hält den Blutzuckerspiegel konstant. Polyphenole und Karotinoide im Apfel schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs. Das in den Zellwänden des Apfels steckende Pektin hat eine cholesterinsenkende Wirkung, Ballaststoffe regulieren die Verdauung. Da ein Großteil dieser Inhaltsstoffe in der Schale des Apfels sitzen, sollte man diese mitessen. Reinigen Sie die Schale des Apfels vorher gründlich, oder kaufen Sie Bio-Äpfel.

Äpfel sind der ideale Wegbegleiter für unterwegs. In Schulpausen, während der Arbeit oder auf Reisen genossen, verleihen sie uns neue Kraft und Energie. Neben einer Vielzahl an Vitaminen und Mineralien sind nach neueren Untersuchungen vor allem auch sog. sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe für den Gesundheitswert der Früchte von besonderer Bedeutung. Diese haben die Fähigkeit bestimmte Schadstoffe (freie Radikale) im menschlichen Körper zu neutralisieren und sorgen auf diese Weise für eine natürliche Krankheitsabwehr.

Äpfel richtig lagern und frisch halten

Äpfel reifen nach und geben dabei das gasförmige Pflanzenhormon Ethylen frei, das anderes Obst und Gemüse schneller welken lässt. Darum sollten Äpfel immer gesondert aufbewahrt werden. Es sei denn, andere Obstsorten wie Bananen sollen schneller reifen, dann ist ein beigelegter Apfel genau das Richtige. Ein kleines Stück Apfel unter der Käseglocke hilft übrigens auch dabei, dass der Käse schön saftig bleibt und nicht austrocknet. Für lange Frische sollten Äpfel möglichst kühl (ca. 7 Grad) und bei hoher Luftfeuchtigkeit gelagert werden. Für kleine Mengen Äpfel ist deshalb das Gemüsefach des Kühlschrankes ideal, sollten Sie mehr Äpfel haben, sind diese am besten im Keller aufgehoben. Bei eigener Ernte sollten Sie darauf achten, dass ein Apfel weniger lange haltbar ist, wenn er erst voll reif vom Baum gepflückt wird. Ein aufgeschnittener Apfel wird sehr schnell braun. Diese enzymatische Bräunung kann jedoch durch Ascorbinsäure, auch Vitamin C genannt, verhindert werden. Schneiden Sie Äpfel für einen Obstsalat, Kuchen oder für einen Rohkostteller auf, sollten Sie die Stückchen unverzüglich mit etwas Zitronensaft beträufeln – so bleiben die Apfelstückchen frisch.

Apfelsorten

Boskop: Ein Apfel mit fruchtig-säuerlichem Geschmack, das Fruchtfleisch ist fest, würzig, saftig, später mürbe. Dieser Apfel eignet sich zum Backen, lässt sich gut lagern und schmeckt von November bis April am besten.

Braeburn: Tafelapfel mit knackig-süßem Geschmack und festem Fleisch. Er stammt aus Neuseeland, wird jetzt aber auch in Deutschland angebaut.

Cox Orange: Würziger Frühherbstapfel mit feiner Säure und festem Fruchtfleisch, das durch die Lagerung angenehm mürbe wird. Die kleinen bis mittelgroßen Äpfel sind am besten von Ende September bis März.

Elstar: Die Kreuzung aus Golden Delicious und Ingrid Marie hat einen fein säuerlichen Geschmack, dazu saftig – knackiges Fruchtfleisch von weiß – gelblicher Farbe. Genussreif ist dieser Apfel von Ende September bis Mai.

Gala: Einer der beliebtesten Äpfel. Genauso wie die zufällige Weiterzüchtung Royal Gala ist er sehr süß, mäßig saftig und aromatisch. Diesen Apfel sollten Sie am besten ganz frisch genießen (spätestens im März), denn nach dem Säureabbau wirkt der Apfel rasch fade.

Gloster: Die säuerliche und mäßig saftige Kreuzung aus Glockenapfel und Richard Delicious lässt sich gut lagern, schmeckt von November bis Mai am besten. Das Fruchtfleisch dieses Apfels ist mittelfest.

Golden Delicious: Anfangs ist das Fruchtfleisch von diesem Apfel fest und knackig, nach einiger Zeit leicht mürbe. Der Geschmack ist süß – aromatisch, was den Zufallssämling aus den USA zum beliebten Tafelapfel macht. Am besten ist dieser Apfel zwischen Oktober und Juli.

Idared: Die USA – Kreuzung ist mittelgroß und gut lagerfähig. Der Apfel hat rosa – weißes Fruchtfleisch, wenig Säure und ein schwaches Aroma. Er schmeckt von Januar bis Juli.

Jonagold: Dieser Apfel wurde in Amerika aus Golden Delicious und Jonathan gekreuzt. Er schmeckt süß und aromatisch, hat eine feine Säure. Genussreif ist dieser Apfel von Oktober bis Juli.

Gravensteiner: Gehört zu den wenigen „alten Sorten“, die heute noch relativ häufig angebaut werden. Sein typisches Aroma mit dem saftigen Fruchtfleisch macht ihn zu einem gern gegessenen Apfel, der leider nicht zur Lagerung geeignet ist und nach der Ernte im September bis zum Jahresende verzehrt sein sollte.

Alte Apfelsorten:
Rotpassermaner, Kaiser Wilhelm, Geflammter Kardinal oder Gestreifte Winterrenette – wem sagen diese Äpfel heute noch etwas? Sie gehören zu den rund 1500 Apfelsorten, die es in Deutschland noch gibt. Doch kommen aus wirtschaftlichen Gründen nur einige Dutzend in den Handel – bis jetzt! Denn das zunehmende Interesse an Bio-Produkten und ökologischem Anbau sorgt dafür, dass auch einige „alte Sorten“ von Vereinen oder in Obstbauversuchsanlagen wieder zunehmend kultiviert werden. Auch Baumschulen und Garten – Versandhäuser haben immer mehr althergebrachte Äpfel im Angebot.

In Bauerngärten oder auf Streuobstwiesen wachsen oft eine ganze Serie von verschiedenen Apfelsorten. Durch die unterschiedlichen Erntezeiten gab es vom Frühsommer bis in das nächste Frühjahr hinein immer frische Äpfel. Zu den frühen Apfelsorten gehört der Weiße Klarapfel, der druckempfindlich und nur kurz haltbar ist. Dagegen wird der Ontarioapfel erst Anfang November pflückreif. Er übersteht Nachtfröste bis minus 5 Grad.

Die Besonderheiten des fränkischen Apfelanbaus…

liegen zum einen in der sehr großen Angebotsvielfalt. Über 40 verschiedene Apfelsorten werden von den fränkischen Obsterzeugern angebaut. Neben bekannten Sorten wie z.B. Elstar, Jonagold oder Boskoop, werden in vielen Betrieben weitere sehr gut schmeckende Besonderheiten angeboten. Mildes Klima und viele Sonnenscheinstunden bieten zudem hervorragende Bedingungen für den Anbau von schmackhaften und gesunden Früchten. Äpfel aus Franken werden nach strengen Richtlinien umweltschonend produziert, so dass die Schale bedenkenlos mit verzehrt werden kann.