Aufgesammelt!

Aufgesammelt!

Bärlauch – ein wahres Allroundtalent

kupsch Ernährungstipps zum Thema Bärlauch

Bärlauch ist ein tolles Frühlingsgemüse.

Er duftet intensiv nach Knoblauch, schmeckt pikant scharf und zugleich herrlich frisch. Jetzt hat er Saison!
Bärlauch (Allium ursinum) zählt zu den bekanntesten und auch beliebtesten Wildkräutern in unseren Breiten. Ihn kann man in ganz Europa vorzugsweise in Laubwäldern sammeln, denn dort ist der Boden schattig, schön feucht und humusreich – genauso wie es der Bärlauch liebt. Er wächst oft in der Nähe von Flüssen oder Bachtälern.

Wilder Knoblauch, wie der Bärlauch auch genannt wird, gehört zu den Lauchgewächsen und ist mit Schnittlauch und Knoblauch verwandt. Daher besitzt der Bärlauch nicht nur ein ähnliches Aroma, sondern auch die gleiche positive Wirkung auf unsere Gesundheit.

Bärlauch gilt bereits seit der Steinzeit als Heilpflanze. Die Aromastoffe, die für den unverkennbaren Geschmack sorgen – so genannte Sulfide – werden beim Zerkleinern der Blätter in Allicin umgewandelt, das eine antibakterielle Wirkung besitzt, wodurch Erkältungen bekämpft und dabei Fieber und Husten gelindert werden können. Außerdem fördert der Bärlauch die Verdauung, reguliert den Blutdruck und ist reich an Mineralstoffen und Vitaminen.

Was beim Sammeln beachtet werden sollte:

Doch Vorsicht ist beim Selbstsammeln geboten! Reibt man die Blätter des Bärlauchs zwischen den Fingern, entströmt ein Knoblauchgeruch. So sind Sammler auf der sicheren Seite. Die hochgiftigen Blätter von Maiglöckchen, ebenso der unbekömmlichen Herbstzeitlosen, ähneln denen des Bärlauchs, riechen aber nicht nach Knoblauch!

Sammler wissen auch, dass Bärlauch nicht gerade am Wegesrand oder Stellen gepflückt werden sollte, wo gerne Fuchs und sonstige Vierbeiner sowie motorisierte Schadstoffspender ihre Wege kreuzen. Achten Sie darauf, dass Bärlauch nicht vom Fuchsbandwurm befallen ist. Um eine Infektion zu vermeiden, müssen Sie die Blätter vor Verzehr sorgfältig abwaschen. Bei Unklarheiten lieber die Hände vom Gewächs lassen und Bärlauch beim Gemüsehändler oder auf dem Wochenmarkt kaufen.
Sammeln Sie Bärlauch vor der Blütezeit, denn dann schmeckt er am aromatischsten. Die Bärlauch-Saison geht von März bis Mai, dabei ist der Beginn der Blütezeit das Ende der Erntezeit. Erkennungsmerkmale sind leuchtend grüne bis zu 30 cm lange, länglich-ovale Blätter und weiße sternförmige Blüten. Außerdem verbreiten die Blätter nicht nur an ihrem Standort einen intensiven Knoblauchgeruch.

Bärlauch sammeln rund um Würzburg:

Jede Menge Bärlauch kann man am Hang neben dem Trampelpfad vom Alandsgrund nach Schönstattheim finden, aber auch in der Nähe der Schwabenstraße im Wäldchen hinter der Schule, wenn man ein Stück weiter den kleinen Feldweg hinaufläuft. Im Waldgebiet des Steinbachtals kann man sein Glück auch versuchen. Viel Erfolg !

Wie es in Gerichten verwendet werden kann:

Dieses Frühlingsgemüse ist äußerst vielseitig, verleiht Gerichten eine besonders raffinierte Lauchnote. Vom Knödel bis zum Pfannkuchen kann fast alles mit Bärlauch verfeinert werden. Bärlauch passt sehr gut in die vegetarische und vegane Küche, wie auch als Gewürz bei Fleisch- und Fischgerichten. Suppen werden mit ihm zu einem Geschmackserlebnis, auch als Hauptgericht. Gebratene Garnelen als Einlage passen hervorragend dazu. Als cremiger Brotaufstrich für Brunch sowie den Frühstückstisch eignet Bärlauch sich ebenso.

Unser Küchentipp:

Bärlauch lässt sich auch sehr gut einfrieren. Dazu die gewaschenen und mit einem Küchenkrepp abgetupften Blätter passgenau übereinanderlegen und in mehreren Päckchen einfrieren.  So haben Sie das aromatische Frühlingsgemüse immer griffbereit. Am besten schneiden Sie es noch im gefrorenen Zustand ohne die Blätter wieder auseinander zu nehmen. Das Schneiden geht im gefrorenen Zustand besser.

Die zweite Möglichkeit lange etwas zum Kochen vom Bärlauch zu haben, ist Bärlauchpesto. Das natürlich selbst gemacht.
Hier geht´s zum Rezpet von Bärlauchpesto.

Wir wünschen Ihnen viel Freude und gutes Gelingen!