Aufgesammelt!

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Aubergine – Nachtschattengewächs in lila Robe

auberginen

Solanum melongena, wissenschaftlicher Name,

auch Eierfrucht oder Eierpflanze genannt, ist eine subtropische Pflanzenart, die zur Gattung der Nachtschattengewächse gehört. Wie der Name schon verrät, wachsen diese Pflanzen nachts, was ihren geheimnisvollen Namen ausmacht. Die Aubergine wächst an großblättrigen Pflanzen, die neben der Aubergine auch wunderschöne, kelchförmige, violett-grüne Blüten haben.

Einfach nur köstlich!

Es gibt viele und leckere Zubereitungsmöglichkeiten für die Aubergine: ob gegrillt oder gebraten, frittiert, zu Dips verarbeitet, geschmort oder gedünstet, gefüllt oder in Aufläufen und Eintöpfen. Im Orient wird sie als Vorspeise in Form von Püree oder Paste gereicht. In Griechenland findet die Aubergine zum Beispiel im Moussaka, einem Auflauf mit Gemüse und je nach Variation auch noch mit Hackfleisch, Verwendung. Die klassische Moussaka lässt sich auch ganz köstlich vegetarisch zubereiten. Und im Sommer lässt sich die Aubergine wunderbar grillen!
Ein echter Klassiker mit Aubergine ist das in Frankreich so beliebte Ratatouille, eine Gemüsemischung aus Paprika, Tomate und Aubergine, die gut zu Kartoffeln oder Fisch passt. Auf keiner orientalischen Imbiss-Tafel darf die Auberginen-Sesam-Paste Baba Ghanoush fehlen. Der cremige Dip passt gut zu Gemüse, aber auch Lamm oder Brot. Ob mit Fleisch, Bulgur oder Gemüse – Auberginen sind perfekt zum Füllen geeignet. Einfach halbieren, Fruchtfleisch nach Wahl mit Fleisch oder Gemüse mischen und herzhaft mit Käse überbacken. Ob Moussaka, Baba Ghanoush oder Ratatouille – die Aubergine ist aus den Küchen der Türkei, dem Orient und rund ums Mittelmeer kaum wegzudenken. Und sie hält als Bereicherung unserer Speisen in ihren köstlichen Zubereitungen immer mehr Einzug in unsere Küche. -> Hier haben wir für Sie ein leckeres Moussaka Rezept bereitgestellt.

Pfiffige Tipps

Vor der Zubereitung stellt sich immer noch die Frage, ob Auberginen erst mal gesalzen werden sollen oder nicht. Das Salzen entzieht der Aubergine die Bitterstoffe und das Wasser. Dafür die Aubergine in die gewünscht Form wie etwa Scheiben oder Stifte schneiden, mit Salz bestreuen und ca. 30 Minuten ziehen lassen. Dann das ausgetretene Wasser abschütten und mit einem Küchentuch abtupfen. Notwendig ist das Salzen heutzutage nicht mehr, denn mittlerweile werden neue Sorten gezüchtet, die weniger Bitterstoffe enthalten. Für Gerichte, in der die Aubergine gekocht wird, wie zum Beispiel Ratatouille, können Sie den Salz-Schritt auch auslassen.
Wird die Aubergine jedoch solo oder nur kurz zubereitet, dann empfiehlt sich das Salzen. Es entzieht der Aubergine Wasser und sorgt für eine angenehmere Konsistenz. Sie schmeckt dann milder, wird weicher und braucht zum Braten nicht so viel Fett. Damit sich das Fruchtfleisch nicht braun verfärbt, ein paar Spritzer Zitrone oder Öl darüber geben.
Auberginen lassen sich wie Tomaten und Paprika gut häuten. Entweder schälen ähnlich wie eine Möhre, abbrühen und die Haut abziehen wie bei Tomaten, oder ca. 20 Minuten bei 200 Grad im Backofen grillen und die schwarzgefärbte, blasige Haut wie bei einer Paprika mit dem Messer abziehen.
Aufgrund des Solanins sollten auch nur reife Auberginen in der Küche verwendet werden. Sie erkennen eine reife Aubergine an der glänzenden, glatten Haut. Das Fruchtfleisch gibt unter sanftem Fingerdruck leicht nach. Wenn möglich, die Aubergine immer mit Schale verarbeiten, um die Vitamine, Mineralstoffe und das Aroma zu erhalten.

Nährwert & Kalorien – Gesunde Aubergine

Der größte Bestandteil der Aubergine ist Wasser, über 90 Prozent! Deswegen hat die Aubergine auch kaum Kalorien. Sie enthält pro 100 g nur ca. 18 Kalorien, etwa 2,6 g Kohlenhydrate, 1,3 g Eiweiß und 0,2 g Fett Anders als Tomaten oder Paprika enthalten Auberginen nur wenig Vitamin C. Hinzu kommen Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Magnesium sowie vor allem in der Schale Vitamine der B-Gruppe sowie Vitamin C. Außerdem wird der Aubergine  nachgesagt, dass sie bei Rheuma, Ischias und Nierenleiden helfen soll. Auch den Cholesterinspiegel im Blut soll die Aubergine senken, und sie gilt als ideale Kost für Diabetiker. Zum Rohverzehr ist dieses Gemüse nicht geeignet, da es das giftige Alkaloid Solanin enthält. Es kommt jedoch größtenteils in unreifen Früchten vor und wird zudem beim Kochen zerstört.

Kauf & Lagerung

Beim Kauf immer darauf achten, dass die Aubergine unbeschädigt ist, frisch und sauber aussieht und frei von Feuchtigkeit und fremden Gerüchen ist. Ist die Aubergine überreif, verfärbt sie sich gelblich-bräunlich. Auberginen, die noch sehr hart und unreif sind, können zu Hause ein wenig nachreifen bevor sie zubereitet werden.
Nach dem Kauf nicht mehr lange lagern. Die Schale wird im Kühlschrank schnell fleckig, und das Fruchtfleisch verfärbt sich bräunlich. Besonders schlecht bekommt ihr Ethylengas, das andere reifende Früchte und Gemüsesorten abgeben. Daher Auberginen unbedingt separat aufbewahren und nicht länger als eine Woche im Kühlschrank. Angeschnittene Auberginen innerhalb von 2 bis 3 Tagen verbrauchen.

Saison – ganzjährig verfügbar

Angeboten wird die Aubergine rund ums Jahr, da sie weltweit angebaut wird.  Saison hat die erntefrische Aubergine aus Deutschland von Juli bis Oktober.

Herkunft

Nach Europa kam die Aubergine um 1400 über die arabischen Länder nach Spanien. Heute wird sie hauptsächlich in Ländern wie Italien, Spanien, Ägypten oder der Türkei angebaut. Die Aubergine braucht Sonne und Wärme – schon bei Temperaturen unter 15 Grad hört sie auf zu wachsen.

Hier haben wir ein leckeres Auberginensalat-Rezept für Sie oder Auberginenpizza.